Astrologie Heute - Themen der Zeit

China und die Coronavirus-Epidemie: Wenn Uranus den Saturn/Pluto-Zyklus aktiviert, kann man schwarze Schwäne sichten

von Claude Weiss

2. März 2020

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Fig. 1
Saturn/Pluto-Konjunktion
12. 1. 2020, 17:00 GT
(Ohne Häuser)

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Fig. 2
Saturn/Pluto-Konjunktion für Peking
12. 1. 2020, 17:00 GT (1:00 LT, 13.1.2020)
Peking, TJ (39N55, 116E25)
Koch

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Fig. 3
Volksrepublik China
1. 10. 1949, 15:01 LT, 7:01 GT

Peking, TJ (39N55, 116E25)
Koch

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Fig. 4
Saturn/Pluto-Konjunktion für Rom
12. 1. 2020, 18:00 LT, 17:00 GT
Rom, I (41N54, 12E29)

Koch

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Fig. 5
Sonnenfinsternis für Peking
26. 12. 2019, 13:13 LT, 5:13 GT
Peking, TJ (39N55, 116E25)

Koch
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Fig. 6
Sars: 1. bekannter Fall
16. 11. 2002, 12:00 LT
Guangzhou, TJ (23N16, 113E16)
(ohne Häuser)
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Fig. 7
Sars: Warnung der WHO
12. 3. 2003, 12:00 LT
Genf, CH (46N12, 6E09)
(ohne Häuser)
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Fig. 8
Spanische Grippe: 1. Auftreten
4. 3. 1918, 12:00h LT
Fort Riley, USA (39N05, 96W47)
Koch
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Fig. 9
Neumond vor Corona-Ausbruch
28. 10. 2019, 11:38 LT, 3:38 GT
Wuhan, TJ (30N36, 114E17)
Koch
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Fig. 10
Neumond des chinesischen Neujahrs
25. 1. 2020, 5:41 LT, 21.41 GT (24.1.2020)  
Wuhan, TJ (30N36, 114E17)
Koch
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Fig. 11
Königreich Italien
2. 7. 1871, 12:30 LT
Rom, I (41N54, 12E29)
Koch
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Fig. 12
Fische-Neumond für Mailand
23. 2. 2020, 16:31 L, 15.31 GT
Mailand, I (45N28, 9E12)
Koch
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Fig. 13
Menschheitshoroskop für Peking
26. 4. 1892, 21:46 GT
Peking, TJ (39N55, 116E25)
Koch

Um wichtige Saturn/Pluto-Aspekte herum passieren regelmässig unerwartete Dinge, die die Menschen aus ihrer Komfortzone katapultieren. Es handelt sich dabei um Ereignisse, die selten sind und normalerweise nicht auf dem Radar der Prognostiker figurieren. Man bezeichnet sie im englischen Sprachgebrauch schon länger als «schwarze Schwäne» und sie läuten häufig eine neue Epoche ein, indem sie als «Game Changer» wirken. Im Umfeld von Saturn/Pluto-Konjunktionen und -Oppositionen kann man sich darauf verlassen, dass sie eintreten – allerdings weiss man nicht im Voraus, wie sie sich konkret manifestieren und welche Länder oder Kulturen sie besonders tangieren werden.

Zur Erkenntnis, dass die Saturn/Pluto-Opposition der Jahre 2001/02 (August 2001 – Mai 2002) grössere Veränderungen zumindest in Form eines Sturzes der Börsen mit sich bringen würde, war ich mit dem Artikel Saturn/Pluto-Aspekte, weltpolitische Ereignisse und Börse (Astrologie Heute Nr. 89, Februar/März 2001) und Börse: Ist die Party vorbei? (Astrologie Heute Nr. 90, April/Mai 2001) schon Anfang 2001 gekommen. Es war mir allerdings noch nicht klar, mit welchen weiteren aufwühlenden Ereignissen diese Veränderungen verbunden sein würden. Immerhin fühlte ich mich im Zusammenhang mit der bevorstehenden Opposition in der Lage, diese Konstellation in der Weise zu charakterisieren, dass danach «alles anders wird». [1] Im Laufe des Mai 2001 wurde mir dann klarer, dass für die Zeit von Sommer–Herbst aggressive Konstellationen im Spiele sein würden, so dass ich in der Juni/Juli-Nummer von Astrologie Heute schrieb: «Dies kann dramatische Ereignisse aggressiver Art anzeigen, welche die Geborgenheit der Amerikaner schwer erschüttern.» [2] Und «man kann sich vorstellen, dass unterschiedliche Mentalitäten und Kulturen aufeinanderprallen … .» [3]

Noch bevor ich zu diesen Erkenntnissen kam, erreichte mich Anfang 2001 von Seiten der UAC (United Astrology Congress), der weltweit grössten gemeinsamen Kongressorganisation verschiedener astrologischer Verbände und der wichtigsten astrologischen Gruppierungen der USA eine Einladung für drei Vorträge im Juli 2002, für welche ich fünf Vorschläge einzureichen hatte. In Erwartung grösserer Veränderungen schlug ich als einen der Vorschläge den Titel vor «Unser Leben nach einer Saturn/Pluto-Opposition», welcher auch gleich angenommen wurde. Obwohl ich zu jenem Zeitpunkt von 9/11, dem Attentat auf die Zwillingstürme, noch keine Ahnung hatte, war das Thema, über welches markante Veränderungen antizipiert wurden, ein Volltreffer, der beim UAC-Kongress vom Juli 2002 viele Zuhörer anzog. Die Opposition zwischen Saturn und Pluto hatte auf der Zwillinge/Schütze-Achse stattgefunden und ich besprach, was dies im individuellen Horoskop auf den verschiedenen Häuserachsen symbolisieren kann. Neben der Tatsache, dass die USA sich unter «Kriegspräsident» Bush in einer völlig neuen Situation befanden, indem das Volk wegen angeblicher «Massenvernichtungswaffen» auf die Notwendigkeit des Irakkriegs vorbereitet wurde, hatten viele aufgrund der Tatsache, dass in den USA die berufliche Altersvorsorge eng an die Aktienkurse gekoppelt ist, einen grossen Teil ihres Vorsorgekapitals verloren, so dass die älteren Jahrgänge unter den Zuhörern sich bereits darauf einstellten, länger arbeiten oder den Gürtel enger schnallen zu müssen.

 

Zu Saturn/Pluto-Konjunktionen und -Oppositionen beginnen neue Epochen

Ich beschreibe dieses Beispiel in aller Ausführlichkeit, weil es zeigt, wie ein unerwartetes Ereignis bisherige Voraussetzungen und Annahmen über den Haufen werfen und neue Situationen schaffen kann. Vor oder sogar um eine Saturn/Pluto-Konjunktion oder -Opposition herum wissen wir häufig noch nicht, worum es sich dabei handelt, und es können auch verschiedene Ereignisse sein, die bisher geltende Grundannahmen verändern. Das Resultat ist aber immer, dass nach einer solchen Konstellation vieles anders ist. Ein Bild davon vermitteln auf kollektiver Ebene die Saturn/Pluto-Konjunktionen und -Oppositionen, die rückblickend bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts stattfanden:

2001/02 Opposition: 9/11, drastische Verschärfung der Kontrollen zur Abwehr von Terrorismus und Geldwäsche unter dem Diktat der USA, Sturz der Aktienbörsen, Triumph und Übermut der Neokonservativen in den Vereinigten Staaten, Planung und Vorbereitung des Irakkrieges, Sars-Epidemie

1982/83 Konjunktion: Tod des sowjetischen Staatschefs Leonid Breschnew, Beginn der neoliberalen Wirtschaftsrevolution von Reagan und Thatcher, NATO-Raketennachrüstung in Europa, Grüne erstmals im deutschen Bundestag, Beginn des Aufstiegs Chinas und der Globalisierung, erste Fälle von AIDS

1965/66 Opposition: Beginn des Vietnamkrieges, Errungenschaften der Bürgerrechtsbewegung in den USA, Widerstand gegen die Kriegspolitik des Landes, Beginn von Maos Kulturrevolution in China

1947/48 Konjunktion: Beginn des Indochinakrieges Frankreichs, Marshallplan, Alleingang des Westens in Europa und Teilung Deutschlands, Währungsreform, Berliner Blockade, Indien wird unabhängig, Teilung zwischen Indien und Pakistan, Teilung Koreas, Teilung Palästinas zwischen Israel und Jordanien. Neue Weltordnung nach den Wirren des 2. Weltkriegs

1930/31 Opposition: Weltwirtschaftskrise, Auflösung des Reichstags, Auftrieb der NSDAP, Krieg in China, Gandhis gewaltloser Widerstand

1914/15 Konjunktion: Attentat von Sarajewo und Ausbruch des 1. Weltkrieges

[Anmerkung: Wer über die obigen Perioden mehr wissen möchte, wird auf den Artikel Die Sonnenfinsternis vom 26. Dezember 2019 verwiesen.]

 

Parallelen zur Saros-Serie 3 Süd der Finsternisse

Im oben erwähnten Artikel finden sich unter den früheren Entsprechungen der Finsternisse der Saros-Serie 3 Süd detailliertere Angaben zu den Jahren 2001/02, 1983/84,1965/66, 1947/48 und 1929/30. Dass die Perioden der Finsternisse der entsprechenden Saros-Serie sich mit den Fälligkeiten der Saturn/Pluto-Hauptaspekte weitgehend decken, hat damit zu tun, dass mit dem schnelllaufenden Pluto ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die alle 18 Jahre stattfindenden Finsternisse der gleichen Saros-Serie einen ähnlichen Rhythmus wie die Saturn/Pluto-Aspekte zeigen. Diese Korrelation, die gegenwärtig exakt ist (die letzte Finsternis der Saros-Serie 3 Süd fand am 26. Dezember 2019 und die Saturn/Pluto-Konjunktion am 12. Januar 2020 statt), lässt sich bis zur Saturn/Pluto-Opposition des Jahres 1931 zurückverfolgen mit Wirkungszeitraum von 1930–1931, während sich die entsprechende Saros-Finsternis damals am 1. November 1929 einstellte. In gewisser Weise werden mit den zwei leicht voneinander abweichenden Daten zwei verschiedene Etappen eines längerfristigen Prozesses markiert: Die Finsternis verweist im Abstand von bloss einer Woche auf den Beginn des grossen Börsencrashs vom Oktober 1929, der die Weltwirtschaftskrise einläutete, während die Saturn/Pluto-Opposition stattfand, als die Krise mit den höchsten Arbeitslosenzahlen und den niedrigsten Börsenkursen in den Jahren 1931/32 ihren Tiefpunkt erreichte. Ähnliches lässt sich auch für die vorhergehende Periode von 1911–14 sagen: Die Saros-Finsternis fand am 22. Oktober 1911 statt und dies war die Zeit der Marokko-Krise, in welcher Deutschland Frankreich herausforderte. Im April 1912 kam es dann zur Titanic-Katastrophe, ein klassischer Ausdruck der Hybris, die die westlichen Nationen damals ergriff und den Boden für die Konfrontation des 1. Weltkrieges legte. Zuvor ereigneten sich aber ab Oktober 1912 und bis 1913 die beiden Balkan-Kriege, die zum Attentat von Sarajewo im Juni 1914 überleiteten, welches wiederum als Vorwand für den Start des 1. Weltkrieges diente. Dieser brach am 1. August 1914 aus, rund zwei Monate vor der ersten von drei Saturn/Pluto-Konjunktionen, die sich zwischen dem 4. Oktober 1914 – 19. Mai 1915 ereigneten. Aus aktueller Perspektive mag es interessant sein, dass zu jener Zeit in China die Monarchie gestürzt wurde. Militäreinheiten in Wuhan (!) gaben am 10. Oktober mit einer Meuterei das Startsignal. Im Februar 1912 wurde dann die Republik ausgerufen.

Die Saros-Serien zeigen auch auf eindrückliche Art und Weise, wie zur Zeit der entsprechenden Finsternisse amerikanische Präsidenten mit autokratischen oder imperialistischen Neigungen durchgewunken werden, wie dies zurzeit auch mit Donald Trump geschieht, indem ihre Gegenspieler Schwächeanfälle erleiden oder sich in Luft auflösen. Die dadurch zur Schau getragene Eigenmächtigkeit führt dann meist auch zu Auseinandersetzungen mit europäischen Verbündeten. Beispiele: Als George W. Bush 2001/02 nach 9/11 mit umfassenden Vollmachten ausgestattet wurde und einen Krieg gegen den Irak plante, gab es niemanden, der sich den USA widersetzen konnte. Verbündete (z. B. Deutschland und Frankreich) bezeugten aber ihren Widerstand, indem sie verhinderten, dass der Angriff im Namen der UNO stattfand. 18 Jahre früher konnte US-Präsident Ronald Reagan in Europa mit dem Aufstellen von Atomraketen die NATO-Nachrüstung durchsetzen, was in der Sowjetunion, die nach dem Tod des langjährigen Führers Leonid Breschnews eine Phase der Ohnmacht erlebte, Panikreaktionen erzeugte, die wegen eines Fehlalarms beinahe zur Auslösung eines Atomkrieges geführt hätten.

Während in der gegenwärtigen wie auch in den letzten beiden Phasen der Saturn/Pluto-Hauptaspekte und der damit verbundenen Finsternisse republikanische Präsidenten an der Macht waren, zeigt das Muster dieser Konstellationen, dass unter deren Einfluss auch Demokraten sich zum Start von Kriegen veranlasst fühlten.  So werden die Finsternis vom November 1965 und die Saturn/Pluto-Opposition von 1965/66 durch den Start des Vietnamkrieges geprägt, den der demokratische US-Präsident Lyndon B. Johnson vom Zaune brach. Auch in diesem Fall zogen die Europäer nicht mit den Amerikanern mit.

 

Wirtschaftskrisen und die Gesundheit gefährdende Mutationen

Wenn wir uns von den Themen, die wir von der Saturn/Pluto-Konjunktion vom 12. Januar erwarten können, ein Bild machen wollen, haben wir die Möglichkeit, für diesen Moment ein Horoskop zu erstellen. Wenn wir dies tun (Fig. 1 ohne Häuser), sehen wir, dass Saturn und Pluto sich in Konjunktion mit der Sonne zu einer grossen Ballung vereinigten, die in Verbindung mit Merkur stattfand. Daraus resultiert, zusammen mit dem Jupiter, eine Ballung von fünf Planeten im Steinbock-Zeichen, was die Qualität des Saturn in Sinne von Begrenzung und Aufruf zur Übernahme von Verantwortung sehr stark herausstreicht.

Allerdings steht diese Stellung mit einem Halbquadrat in Spannung zum Mars im Jupiter-Zeichen Schütze und Jupiter befindet sich gleichzeitig am absteigenden Mondknoten. Dies lässt auf einen Widerspruch zwischen der Forderung nach Ernsthaftigkeit auf der einen Seite und dem Hang zu Leichtsinn sowie ungesundem oder nicht abgestütztem Wachstum auf der anderen Seite befürchten.

Vielsagend ist aber auch die Stellung von Chiron, der Anfang Widder zum Innehalten auffordert und den Mahnfinger erhebt, wobei er von der Lilith unterstützt wird, die noch im Fische-Zeichen sich ihm sehr bald über eine Konjunktion annähern wird (Eintritt der Lilith ins Widder-Zeichen am 27. Januar mit anschliessender Konjunktion zwischen Venus, Lilith und Chiron in Widder zwischen dem 8.–10. Februar und schliesslich einer Konjunktion zwischen Lilith und Chiron am 4. März 2020). In der Figur gibt es aber auch noch einen weiteren auffälligen Langsamläufer-Aspekt: Uranus steht im Halbquadrat zum Neptun, der erste Spannungsaspekt im Uranus/Neptun-Zyklus, der im Jahre 1993 begann, allerdings nicht mehr genau wird, nachdem die exakte Planetenverbindung nach fünfmaliger Bildung des Aspektes zuletzt am 2. Mai 2019 stattfand. Die beiden sich voneinander entfernenden Planeten dürften somit nur noch dann die Qualität der Aspektverbindung zum Ausdruck bringen, wenn das Halbquadrat durch einen dritten Faktor getriggert wird. Dies ist aber in Fig. 1 nicht der Fall. Wir wollen dennoch festhalten, dass die Verbindung zwischen Uranus in Stier und Neptun in Fische im ungefähren Halbquadrat zueinander Folgendes bedeuten kann und dies die Themen sind, die in der Luft liegen:

  • Die Menschheit wird im Hinblick auf ihren Umgang mit der Welt des Virtuellen getestet, inwiefern sie mit dem Feinstofflichen auf adäquate Art umgeht. Kommt es zu Defiziten hinsichtlich Empathie (Neptun), kann Uranus plötzliche und unerwartete Prüfungen auslösen, die mit Betrug, Fehlinformation und Seuchen zu tun haben. Es handelt sich dabei um Erfahrungen, die dem Menschen nahelegen, dass er einen Preis zu zahlen hat, wenn er sich als Zauberlehrling aufspielt, der in seinen Handlungen jegliches Mitgefühl vermissen lässt.
  • Die Tatsache, dass Uranus im Stier-Zeichen steht, kann nahelegen, dass dabei Mutationen (Uranus) der Erbsubstanz (Stier und Skorpion) im Spiele sein können, die zu plötzlichen Verlusten an Wohlstand (Stier) führen.
  • Derartige Phänomene treten vor allem an Orten der Welt auf, an denen Uranus oder Neptun stark gestellt stehen (z. B. an Hauptachsen liegen oder wichtige Aspekte zu solchen bilden) und in Ländern, deren Horoskop einen gespannten Aspekt zwischen Uranus und Neptun aufweist.

 

Auf Peking reloziertes Saturn/Pluto-Horoskop

Wenn wir unsere Vermutung testen wollen, können wir das Horoskop für den Moment der Saturn/Pluto-Konjunktion vom 12. Januar auf Peking, die Hauptstadt Chinas, relozieren (Fig. 2) und schauen, was uns dies für Informationen vermittelt. Dabei machen wir gleich eine interessante Feststellung: Die IC/MC-Achse fällt auf 1 Grad genau mit der AC/CD-Achse des China-Horoskops (Fig. 3) zusammen, auf dessen Aszendent auch der Mond steht. Diese Konstellation wird durch die Uranus-Stellung des Saturn/Pluto-Horoskops quadriert (Fig. 2). Die Aussage fällt einigermassen eindeutig aus: Man kann annehmen, dass die Saturn/Pluto-Konjunktion zu einer Verunsicherung der Geborgenheit der Chinesen führt. Es ist möglich, dass ihnen einseitig und aufgrund diktatorischer administrativer Verfügungen (Uranus) ein Zwangsaufenthalt (Saturn/Pluto) verordnet wird. Aufgrund machtvoller Planeten im 3. Haus wird die Reise- und Ausdrucksfreiheit eingeschränkt. Schattenthemen im Sinne unzeitgemässer Bräuche und alter Überlieferungen im Umgang mit Tieren (Chiron) belasten mit Lilith Konjunktion Chiron das 6. Haus, welches mit Alltagsarbeit sowie mit Gesundheit und Krankheit zu tun hat. Schwer eingrenzbare Epidemien (Neptun) führen aufgrund des Halbquadrats zwischen Uranus und Neptun zu Aussonderung und zum Alleingang im Zusammenhang mit Partnern im Staatengefüge (Uranus im 7. Haus), was mit plötzlichen finanziellen Verlusten und Selbstwertproblemen in Verbindung steht (Uranus in Stier).

 

Relokation auf Rom

Betrachten wir das Horoskop der Saturn/Pluto-Konjunktion für Italien, das Land Europas, welches am stärksten betroffen ist, indem wir das Saturn/Pluto-Horoskop auf Rom relozieren, ergibt sich ein etwas anderes, aber ebenso aufschlussreiches Bild. Auf der einen Seite wird bei diesem Land, das als erstes der G7-Staaten dem chinesischen Projekt der Seidenstrasse beigetreten ist, aufgrund von Fig. 4 eine starke Synastrie zum Horoskop der Volksrepublik (Fig. 3) erkennbar. So fällt der Deszendent des Horoskops der Saturn/Pluto-Konjunktion für Rom auf den Aszendenten und den Mond der Volksrepublik, mit dem Uranus im 10. Haus im Quadrat dazu. Damit wird es verständlich, dass Italien in besonderer Weise an den Erschütterungen leidet, die die Volksrepublik zurzeit durchmacht. Man kann mit Lilith und Chiron im 9. Haus auch erkennen, dass erschütternde Schattenthemen aus dem fernen Ausland stammen, und sieht aufgrund des mit Saturn und Pluto besetzten 6. Hauses, dass gesundheitliche Fragen ein ernsthaftes Problem darstellen, das mit harten Massnahmen angegangen werden muss. Mit Uranus in Stier rächt es sich nun, wenn man seine Finanzen nicht im Griff hat und fremde Hilfe in Anspruch nimmt. Der Gläubiger (China) kann einseitige Forderungen stellen oder man wird durch die Umklammerung Opfer seiner mutierten Viren. Zurzeit wird im überaus wichtigen Horoskop Italiens vom 2. 7. 1871, dem offiziellen Beginn des Königreichs Italien (Fig. 11), das Uranus/Neptun-Quadrat auf 26 Grad Krebs/Widder durch die Transite von Saturn und Pluto aktiviert.

 

Sonnenfinsternis für Peking bestätigt das Uranus-Thema

Statt das Horoskop für die Saturn/Pluto-Konjunktion zu erstellen, können wir – nach bewährter Manier – auch das Horoskop des vorangehenden Neumondes untersuchen, welches im vorliegenden Fall der Sonnenfinsternis vom 26. Dezember entspricht. Da es sich bei dieser Konstellation um eine Finsternis handelt, hat sie zusätzlich für das ganze erste Halbjahr 2020 Gültigkeit. Auch dieses Horoskopbild zeigt, wenn wir es für die chinesische Hauptstadt Peking erstellen (Fig. 5), eine starke Uranus-Komponente. Dabei bringt der Uranus am Aszendenten, eine Stellung, die im Weiteren im Quadrat zum Mond und Aszendenten des China-Horoskops (Fig. 3) steht, nicht nur Erschütterungen und völlig neue Situationen, sondern auch die oben besprochene Symbolik von DNA-Mutationen ins Spiel. Die Entsprechung wird dadurch verstärkt, dass der Uranus im Quadrat zur Venus als Herrscherin des Stier-Zeichens steht. Hier kann mit Uranus am Aszendenten und der Venus im 10. Haus und in Wassermann das Thema von Mutationen besonders gut sichtbar eine Verbindung mit Wohlstand und Finanzen eingehen.

 

Konstellationen der Sars-, Corona- und Spanische Grippe-Epidemien

Das als Sars-CoV-2 bekannte Virus, das die gegenwärtige Epidemie der Krankheit Covid-19 auslöst, beschäftigt China seit einem Monat dramatisch und seit zwei Monaten bereits offiziell, wenn man bedenkt, dass die Meldung über eine ungewöhnliche Erkrankung am 31. Dezember an die WHO gemacht wurde. Mit einer Explosion von Fällen in Italien und einer raschen Ausweitung auf die meisten europäischen Länder beunruhigt das Virus nun auch den alten Kontinent, wobei dessen Name darauf hinweist, dass es sich um einen Verwandten eines anderen Sars-Virus handelt, welches in China ab November 2002 grosse Ängste und zahlreiche Todesfälle verursachte. Obwohl der erste Krankheitsfall dieser ersten Sars-Welle sich bereits am 16. November 2002 in Guangzhou in der Provinz Guangdong (Fig. 6) ereignete, wurde die WHO von China bis April 2003 darüber nicht informiert. Dies geschah auch dann nicht, als die WHO am 10. Februar 2003 China um Informationen über die mysteriöse Epidemie bat, die bereits einige Tote verursacht hatte. Dazu gab es von chinesischer Seite stattdessen vor allem Desinformation und chinesischen Ärzten wurde verboten, über die Krankheit zu berichten. Da die Sars-Epidemie jedoch die Grenzen von China bereits überschritten hatte, gelangten von verschiedenen anderen Seiten Informationen an die WHO, die am 12. März 2003 Alarm schlug und eine Sars-Warnung ausgab. Der Uranus war am Abend des 10. März soeben ins Fische-Zeichen getreten und die Sonne bildete an diesem Tag ein Quadrat zur damaligen Saturn/Pluto-Opposition mit Stellung exakt in der Halbsumme der beiden Langsamläufer. Ohne Vorliegen einer Zeit wurde das entsprechende Horoskop (Fig. 7, ohne Häuser) für 12 Uhr mit als Ort dem Sitz der WHO in Genf erstellt. Dabei hiess es vonseiten der WHO, dass eine Epidemie drohe, die sich «wenn nicht Massnahmen ergriffen würden, über die ganze Welt ausbreiten könnte». Die Warnung geriet allerdings bald in Vergessenheit, denn wenige Tage später brach der von den USA ausgelöste Irakkrieg aus.

Interessanterweise war es 85 Jahre früher ebenfalls Anfang März zum ersten klar erkennbaren Beginn der Spanischen Grippe in der Durchgangskaserne von Fort Riley, USA, gekommen, als sich am Morgen des 4. März 1918 zunächst ein Koch krankmeldete und bis zur Mittagszeit weitere Krankmeldungen von hundert Soldaten eingingen. (Dementsprechend wurde das in Fig. 8 abgebildete Horoskop für 12.00 Uhr erstellt.) Nach drei Wochen waren es tausend, mit 38 Todesfällen, mit dem Resultat, dass die USA im 1. Weltkrieg mehr Opfer durch die Spanische Grippe zu beklagen hatten, als Soldaten in den Kampfhandlungen umkamen. Die Spanische Grippe gilt mit weltweit schätzungsweise 25–50 Millionen Opfern (Schätzungen von Historikern schwanken zwischen 20–100 Millionen) als Prototyp moderner Pandemien und es ist deshalb interessant, die Konstellation jeden Ausbruchs einer neuen Atemwegs-Epidemie zu jener der Spanischen Grippe in Bezug zu setzen. Dabei gibt es zwischen den Stellungen der Spanischen Grippe von 1918/19, der ersten Sars-Epidemie von 2002/03 und dem gegenwärtigen Ausbruch des Coronavirus interessante Parallelen, die bei Atemwegserkrankungen, die zu Epidemien führen, immer wieder als Konstanten aufzutreten scheinen.

  • Der Stellung von 25 Grad Wassermann scheint eine besondere Bedeutung zuzukommen, denn Uranus stand sowohl beim Ausbruch der Spanischen Grippe (Fig. 8) als auch von Sars im Jahre 2002 (Fig. 6) auf dieser Stelle. In beiden Fällen wurde die Krankheit Anfang März mit der Sonne im Fische-Zeichen und markanten Plutostellungen international bekannt. (Im Falle des Ausbruchs der Spanischen Grippe stand Pluto am absteigenden Mondknoten und im Quadrat zum rückläufigen Mars und zum Chiron, während im Fall der WHO-Warnung für Sars – Fig. 7 – Pluto eine Opposition zum Saturn bildete, die durch die laufende Sonne ausgelöst wurde.) Die Parallelen zwischen der jetzigen Corona-Epidemie und der ersten Sars-Warnung der WHO lautet, dass wir es jetzt mit einer Saturn/Pluto-Konjunktion und damals mit der letzten Saturn/Pluto-Opposition zu tun haben (Abstand von 17–18 Jahren).
  • Eine weitere Beobachtung, die wir anstellen können, welche die jetzige Corona-Epidemie mit dem Ausbruch der Spanischen Grippe verbindet, ist der im Folgenden beschriebene Zusammenhang, der ein Übergreifen eines Erregers von der Tierwelt auf den Menschen symbolisieren mag, was offensichtlich dann geschieht, wenn gleichzeitig der mutationsträchtige Uranus am Werk ist: Das Horoskop der Spanischen Grippe (Fig. 8) zeigt eine Opposition zwischen Lilith/Mars und Chiron, welche im Quadrat zum Pluto und zur Mondknotenachse an der Schwelle zwischen Ende Jungfrau / Anfang Waage und Ende Fische / Anfang Widder stattfand. Chiron befand sich damals kurz vor seinem Übergang ins Widder-Zeichen ebenso wie die Lilith kurz danach ins Waage-Zeichen wechselte, während der Mars durch seine rückläufige Bewegung die Opposition zwischen Chiron und Lilith auslöste. Im Horoskop der Saturn/Pluto-Konjunktion vom 12. Januar 2020 (Fig. 1) steht Chiron nun aber ganz Anfang Widder und Lilith bildet dazu eine Konjunktion mit beiden Stellungen, die inzwischen ins Widder-Zeichen vorgerückt sind, wo sie zum Quadrat zur Mondknotenachse ansetzen, eine Konstellation, die sich zur Zeit der Spanischen Grippe (Fig. 8) auf ähnlichen Gradzahlen ereignete. Solche Konstellationen wie damals Mars/Lilith und Chiron, heute Lilith und Chiron auf der «kosmischen Spalte» von Ende Fische / Anfang Widder sowie dem Gegenpol Ende Jungfrau / Anfang Waage und das Ganze im Quadrat zur Mondknotenachse, die am Übergang zwischen kardinal und veränderlich steht, sind von herausragender Bedeutung. Dies wird auch dadurch bestätigt, dass am 24. Februar 2020, als nach dem Coronavirus-Ausbruch in Italien die Börsen einen ersten ernsthaften Taucher ausführten, Mars auf 5 Grad Steinbock gradgenau in Opposition zum Mondknoten auf 5 Grad Krebs stand und diese Figur ein Quadrat zu Lilith und Chiron machte, die sich auf 3–4 Grad Widder befanden. Diese Stellungen aktivierten die Konstellationen des Ausbruchs der Spanischen Grippe (Fig. 8) mit Pluto auf 3 Grad Krebs am absteigenden Mondknoten und in Spannung zu Chiron sowie Mars und Lilith. Genau diese Konstellation war auch am Werk zur Zeit der Warnung der WHO vor Sars (Fig. 7), als Mars auf 5 Grad Steinbock eine Opposition zum Mond auf 4 Grad Krebs bildete. Ob dies vor allem die Panik erklärt, die mit der Corona-Epidemie einhergeht, oder darauf hinweist, dass wir es mit einer epochal bedeutsamen Pandemie zu tun haben, wissen wir noch nicht mit Sicherheit und die Zukunft wird dies weisen müssen. Wir können es jedoch vermuten. Häufig ist die Börse aber dazu geeignet, Ängste und Gefühle zu quantifizieren. So konnte man am 24. Februar an der US-Börse und teilweise auch an europäischen Börsen den grössten Tagesverlust seit zwei Jahren registrieren und der Verlauf des Tages löschte sämtliche Gewinne seit Jahresbeginn aus. Die Abwärtsbewegung setzte sich zumindest bis zum 28. Februar fort, sodass von der schlimmsten Börsenwoche seit der Finanzkrise von 2008 gesprochen wurde.
  • Von Bedeutung für Epidemien von Atemwegserkrankungen scheinen auch Stellungen der ersten Hälfte von Wassermann und Löwe zu sein. So finden wir im Horoskop der Spanischen Grippe (Fig. 8) die klassische Infektionskonstellation von Saturn/Neptun auf 4–9 Grad Löwe, die eine Opposition zur Venus auf 13 Grad Wassermann bildete. Als die WHO am 12. März 2003 ihre Sars-Warnung ausgab (Fig. 7), wurde die Saturn-Stellung der Spanischen Grippe durch den rückläufigen Jupiter aufgenommen (beide auf 9 Grad Löwe), während der Neptun in Konjunktion mit der Venus in Wassermann die Gegenposition dazu besetzte. Aufschlussreich ist auch das weite Quadrat der Lilith zu diesen Positionen, welche mit 3 Grad Stier dort stand, wo sich gegenwärtig der Uranus befindet. Diese Stellungen haben allesamt einen Bezug zum Horoskop der Volksrepublik China und zum Neumond des 25. Januar, welcher in China das neue Jahr einläutete, dessen Start dadurch gründlich vermasselt wurde, dass es mit dem Coronavirus-Alarm zusammenfiel und die Reise- sowie Bewegungsfreiheit vieler Chinesen plötzlich in bisher nicht vorstellbarem Masse einschränkte.

 

Die Anfänge der Coronavirus-Epidemie von 2019/20

Bis zum 31. Dezember 2019 reagierten die chinesischen Behörden im Zusammenhang mit der sich ausbreitenden Coronavirus-Epidemie ähnlich, wie sie dies Ende des Jahres 2002 taten: Personen, die – nachdem sie bei Behörden damit auf Granit stiessen – auf eigene Initiative Fälle meldeten, wurden zum Schweigen gebracht. Dies passierte auch dem chinesischen Augenarzt Li Wenliang, als er am 30. Dezember innerhalb einer Chatgruppe mit Kollegen aufgrund einer Reihe von Lungenentzündungen in seinem Krankenhaus in Wuhan vor einem Virus warnte, von dem er zu jener Zeit meinte, es löse das Schwere Akute Atemwegssyndrom (Sars) aus. Zusammen mit andern wurde er von der Polizei verwarnt und musste unterschreiben, dass er darauf verzichte, auf eigenen Antrieb Fälle im Internet bekannt zu machen. Der Arzt, der in den Internetmedien inzwischen Heldenstatus erlangte, starb im Februar 2020 mit 33 Jahren an der Krankheit, vor der er gewarnt hatte. Um die öffentliche Meinung zu versöhnen, wurde er allerdings später von der chinesischen Regierung zusammen mit andern rehabilitiert. Zweifellos trug er sehr dazu bei, dass die Behörden, um nicht intern überholt zu werden, am 31. Dezember das Chinabüro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) informierten, «dass seit Anfang Dezember 2019 mehrere Fälle von schwerer Lungenentzündung in der Stadt Wuhan aufgetreten waren, deren Erreger bisher nicht identifiziert werden konnte und für die als Auslöser ein bisher uncharakterisierter Krankheitserreger angenommen wurde» (Zitat aus Wikipedia). Damit war der Weg frei, damit zwischen dem 31. Dezember 2019 und dem 3. Januar 2020 44 Fälle von Pneumonien der WHO rapportiert wurden. Zeitgleich wurde am 1. Januar 2020 der Wet Market (Meeres- und Kleintiermarkt) von Wuhan geschlossen und desinfiziert. Am 7. Januar wurde von chinesischer Seite auch ein neuartiges Coronavirus identifiziert und bekanntgegeben, das später als Sars-CoV-2 bezeichnet wurde, und es erfolgte am 23. Januar die Abriegelung Wuhans – eine Stadt von immerhin 9 Millionen Einwohnern – sowie weiterer Städte der Provinz Hubei, womit zirka 50 Millionen Menschen unter Quarantäne gestellt wurden. Am 30. Januar 2020 erklärte dann WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus das Vorliegen einer «Notlage für die öffentliche Gesundheit von internationaler Tragweite». Die meisten grossen internationalen Fluggesellschaften stellten ab dem 23. Januar und bis Anfang Februar den Flugverkehr nach Wuhan und später nach China ein.

 

Virus im November 2019 auf den Menschen übertragen

Es ist erfreulich, dass zumindest ab Ende Dezember 2019 die chinesischen Behörden beschlossen hatten, die Fehler, die Ende 2002 mit der Vertuschung der Sars-Epidemie gemacht wurden, nicht zu wiederholen. Gegenüber den offiziellen Meldungen müssen trotz allem einige Zweifel angemeldet werden. So betrugen die offiziell gemeldeten Infektionen per Mitte Januar in Wuhan erst 41 registrierte Fälle, aber bereits drei ins Ausland verschleppte Infektionen. Aufgrund dieser Angaben und verschiedenen Annahmen und Wahrscheinlichkeiten zur Ausbreitung des Virus über den Flugverkehr kamen die Epidemiologen des Imperial College London zum Schluss, «dass es am 12. Januar bereits über 1700 erkrankte Personen in Wuhan gegeben haben musste». [4]

Auch die Forschergruppe der Berner Universität um den Epidemiologen Christian Althaus beschäftigt sich mit der Ausbreitung des neuen Coronavirus. In ihrem Modell gehen die Forscher von einem Ausbruch des Coronavirus am 8. November 2019 aus. Dies erscheint plausibel, denn der erste Fall wurde am 1. Dezember dokumentiert und der entsprechende Patient muss sich bereits vorher infiziert haben. Dass eine erste Übertragung schon im November 2019 stattgefunden haben muss, legen auch die Beobachtungen von Trevor Bedford, Forscher am Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle, nahe. Bedford geht davon aus, dass das Virus erst bei Fledermäusen auftauchte, dann mutierte und über bislang noch unbekannte weitere Träger etwa Mitte November auf Menschen übertragen wurde.

 

Von Uranus geprägte Neumonde

Diese Informationen führen zu einem naheliegenden astrologischen Ablauf, der starke Parallelen zur Entwicklung der Sars-Epidemie aufweist und uns zeigt, welche astrologischen Faktoren im Zusammenhang mit dem Coronavirus und dem früheren Sars-Virus am Werk sind: Da der Termin vom 8. November eine Annahme darstellt und nicht belegt ist, empfiehlt es sich in einem solchen Fall, auf den Neumond des Sonne/Mond-Zyklus, in welchem dieser Termin liegt, zurückzugreifen. Dies ergibt den 28. Oktober 2019 und das in Fig. 9 abgebildete Horoskop ist für Wuhan als Ort des Corona-Ausbruchs aufgezeichnet. Bei Betrachtung dieses Horoskops machen wir gleich eine interessante Feststellung: Der Neumond befindet sich in auf wenige Bogenminuten genauer Opposition zum Uranus und diese isolierte Figur findet auf der prominenten Achse 4/10 statt. Ebenso prominent auf der Hauptachse 1/7 steht die Saturn/Pluto-Konjunktion mit Saturn am absteigenden Mondknoten und im ebenfalls auf wenige Bogenminuten genauen Quadrat zum Mars: ein recht intensiv und aufwühlend herüberkommendes Neumondhoroskop, welches mit Neptun, Lilith und Chiron im 3. Haus das Potenzial hat, Kommunikation und Bewegungsfreiheit der Bewohner dieser Gegend ernsthaft zu beeinträchtigen. Bei Betrachtung des Horoskops fragen wir uns auch bereits, wann die Lilith, die in Konjunktion mit Neptun noch etwas mehr als 12 Grad vor dem Chiron steht, diesen einholt und was dies bedeuten könnte?

 

Der Uranus-Neumond des chinesischen Neujahrs

Nun machen wir einen Sprung zum chinesischen Neujahr (Fig. 10), das mit dem Wassermann-Neumond von Ende Januar 2020 beginnt, der auf dem Aszendenten des China-Horoskops (Fig. 3) sowie im Quadrat zur Oppositionsachse zwischen Neumond und Uranus (Fig. 9) stattfindet. Dieser Neumond macht für die Gegend von Wuhan Konsequenzen eines Prozesses sichtbar, der etwa 3 Monate zuvor begonnen hat und mit Uranus im 4. Haus sowie in Opposition zum Neumond Geborgenheit und Freiheit der Menschen des Ortes erschüttert und sie mit Saturn und Pluto im 1. Haus zwingt, Konsequenzen für kollektive Entwicklungen zu übernehmen, die sie nicht den Eindruck hatten, individuell steuern zu können. Interessanterweise ist das Horoskop des Neumondes, mit welchem das chinesische neue Jahr beginnt, häusermässig fast identisch mit dem Skorpion-Neumond, der 3 Monate zuvor stattfand. Dies schafft zwischen den beiden Horoskopen eine Brücke, indem die langsamlaufenden Planeten im Allgemeinen in die gleichen Häuser zu stehen kommen – eine Gesetzmässigkeit, die mit Ausnahme des Jupiter, der inzwischen vom 12. Haus ins 1. Haus gewandert ist, für sämtliche Langsamläufer und für die Mondknotenachse zutrifft. Mars steht nun im 12. Haus und macht ein Quadrat zur Venus, die in Konjunktion mit Neptun an der Spitze des 3. Hauses steht.

Diese Konstellation erinnert uns daran, dass Mars in Spannung zum Neptun nicht nur inspiriertes, altruistisches Handeln nahelegt, sondern auch anzeigen kann, dass man von perfiden Erregern befallen wird. Dies bedeutet für das medizinische Personal zwar eine Möglichkeit, Hilfsbereitschaft zu dokumentieren, die jedoch im Zusammenhang mit chaotischen Situationen in Verzweiflung und Hilflosigkeit ausarten kann, wenn man sich selbst infiziert und damit vom Helfer zum Patienten mutiert.

Auch die grosse Durchlässigkeit von Venus in Fische Konjunktion Neptun, die uns in der Liebe für feine Schwingungen sensibilisiert, kann auf völlig andere Art zum Ausdruck kommen, als wir es gerne hätten, wenn auch noch die Leidenschaftlichkeit des dazu im Quadrat stehenden Mars hinzukommt. Statt für den oder die Geliebte durchlässig zu werden und im Liebesakt zu verschmelzen, werden wir wider unseren Willen durchlässig für böswillige Erreger, die im neptunischen Tarnanzug unsere Abwehr auf hinterhältige Art überwinden. Im selbigen 3. Haus, wo Venus und Neptun stehen und welches neben Kommunikation und Reisen mit Atmung zu tun hat, lauern auch, mit Lilith und Chiron, die beiden klassischen Aussenseiter, die nun aufeinandertreffen und auf der kosmischen Spalte des Tierkreises Schattenthemen überholter Rituale ins Spiel bringen, bei denen die Artenbarriere zwischen Mensch und Tier durchbrochen wird. Der Ort, an dem sich diese Transgressionen abspielen, sind die südchinesischen Kleintiermärkte, ein Tummelfeld, auf welchem Viren von Fledermäusen, Schuppentieren oder Zibetkatzen auf den Menschen überspringen können. Diese Gefährdung führt dazu, dass zwei Tage vor dem chinesischen Neujahr der Ort Wuhan und verschiedene Städte der Gegend abgeriegelt werden.

 

Uranus/Neptun: Mutierte Viren als Epidemie

Auf dem Hintergrund von Veränderungen der Erbsubstanz, die unter starken Saturn/Plutothemen auftreten (bei der letzten Opposition Sars im Jahre 2002 und bei der letzten Konjunktion Aids im Jahre 1982), können unter der kombinierten Wirkung von Uranus und Neptun mutierte Viren Epidemien auslösen. So erstaunt es auch nicht, dass wir sowohl beim ersten bekannten Ausbruch der Spanischen Grippe (Fig. 8) als auch beim ersten Fall von Sars Uranus auf 25 Grad Wassermann, kurz vor dem Übertritt in das von Neptun regierte Fische-Zeichen, vorfinden, mit der Krankheit, die erst abebbte, nachdem Uranus ins Fische-Zeichen übergetreten war (im ersten Fall am 1. April 1919, und im zweiten am 11. März 2003, einem Tag bevor die WHO im Zusammenhang mit der Krankheit Alarm schlug). Ob dem Bereich von 25 Grad Wassermann aufgrund weiterer Beobachtungen besondere Bedeutung zukommt, muss noch geklärt werden. Beim Ausbruch der Spanischen Grippe (Fig. 8) ebenso wie bei der WHO-Warnung vor Sars (Fig. 7) fällt auch die starke Besetzung des Wassermann- und Fische-Zeichens auf, mit der Venus in beiden Fällen auf 12 oder 13 Grad Wassermann und in Opposition zu Saturn oder Jupiter auf 9 Grad Löwe.

Es gibt jedoch einen weiteren Zusammenhang, der inklusive der Coronavirus-Epidemie den Uranus ins Rampenlicht bringt:

 

  • Der Neumond vor den ersten Auftritten der Spanischen Grippe fand auf 22 Grad Wassermann, in Konjunktion mit dem Uranus auf 24 Grad statt. Als die Spanische Grippe ausbrach (Fig. 8) stand der Mond im Quadrat zum Uranus. Der erste Sars-Fall (Fig. 6) ereignete sich mit Sonne und Merkur im Quadrat zum Uranus. Auch fand der Neumond vor der ersten Corona-Infektion vom November 2019 (Fig. 9) im Skorpion-Zeichen in Opposition zum Uranus statt. Als es drei Monate später zum chinesischen Neujahr kommt, steht der Neumond in Wassermann und im Quadrat zum Uranus.
  • Das am stärksten betroffene Land, in welchem die Infektionen mit dem Corona-Prinzip begannen, ist China, mit Aszendent und Mond im Wassermann-Zeichen, eine Stellung, zu welcher der laufende Uranus ein Quadrat macht. Im Horoskop des Landes steht Uranus im Krebs-Zeichen, im Quadrat zu einer Ballung von Sonne, Merkur und Neptun in Waage (Fig. 3). Damit ist China für Uranus/Neptun-Themen, wie sie unter anderem Epidemien von mutierten Viren darstellen, empfänglich. Das stärkstbetroffene Land Europas ist Italien. Auch in diesem Falle (Fig. 11, für das Horoskop des Königreichs Italien) finden wir ein Quadrat zwischen Uranus in Krebs zu Neptun in Widder.

 

Der Weckruf des Fische-Neumondes

Konzentrierten sich die Sorgen, die die Corona-Epidemie auslöste, zur Zeit des Wassermann-Neumondes vom 24./25. Januar, welcher mit dem chinesischen neuen Jahr zusammenfiel (Fig. 10) ganz auf China und Asien, so wechselte der Fokus mit dem Fische-Neumond vom 23. Februar (in Fig. 12 für Mailand aufgezeichnet) für uns schlagartig nach Italien und Europa: In der Nacht zum 22. Februar werden in Italien die ersten durch das Coronavirus bedingten Todesfälle unter Europäern gemeldet. In der Lombardei werden entsprechend dem Vorgehen in der Gegend von Wuhan in China Ortschaften abgeriegelt und die dort lebenden Menschen aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Davon sind 50'000 Bürgerinnen und Bürger betroffen, was hart ist, sich aber im Vergleich zu den in China abgeriegelten 50 Mio. als bescheiden anfühlt. Ziel ist, dass die Epidemie die norditalienische Millionenstadt Mailand verschont.

Für Europa wirkt dies wie ein Weckruf, der umso dringlicher wirkt als bereits am Tage des Neumonds in Italien die Zahl von hundert Infizierten überschritten wird und bereits drei Todesfälle zu beklagen sind. Der Karneval von Venedig wird vorzeitig beendet und die Schulen von Mailand werden geschlossen. Auch Museen, Kirchen, Opernhäuser und Sportstadien werden geschlossen und sämtliche entsprechenden Anlässe abgesagt. Dazu scheint es keine Alternative zu geben, denn bereits eine Woche später werden in Italien über 1000 Infizierte registriert und 29 Tote beklagt. Bis dann verzeichnen aber auch Frankreich und Deutschland über 100 Infizierte. Sogar die Schweiz, die bis zum Fische-Neumond keinen Infektionsfall zu vermelden hatte, registriert bis zum 29. Februar 18 bestätigte Infektionsfälle. In Asien schlägt Südkorea mit einer Bilanz von beinahe 4000 Infektionen ausserhalb Chinas alle Rekorde und meldet sogar vor China den grössten täglichen Zuwachs. Im Hinblick auf Todesfälle ist es ausserhalb Chinas allerdings der Iran, der mit 43 Verstorbenen am 29. Februar den traurigen Reigen anführt. Die internationale Bilanz beträgt bis zu diesem Tag ca. 87'000 Infizierte und nahezu 3000 Tote. Europa und USA (mit immerhin bereits 66 Infizierten und einem Todesfall am 29. Februar) müssen sich allmählich mit der traurigen Erkenntnis anfreunden, dass es nicht gelingen wird, die Corona-Epidemie – oder sollte man sie nicht richtigerweise inzwischen als «Corona-Pandemie» bezeichnen – einzudämmen und dass Abriegelungs- sowie Quarantäne-Massnahmen lediglich dazu dienen können, das Auftreten grosser Patientenzahlen auf später im Jahr zu verschieben, wenn die Zahl der normalen Grippefälle abgeklungen ist.

 

Wenig vertrauenserweckende Konstellationen

Es lässt sich auch nicht leugnen, dass der Neumond vom 23. Februar (Fig. 12) sich mit wenig vertrauenserweckenden Konstellationen verbindet. Er kommt im Fische-Zeichen vertrauensselig daher, veranlasst aber dazu, von einer Welt zu träumen, die mit der uns real umgebenden wenig gemein hat. Er könnte eine gute Konstellation für Urlaub abgeben, falls dabei für uns auf geeignete Weise gesorgt wird. Mit dem rückläufigen Merkur besteht jedoch die Gefahr, dass unsere Reise nicht dorthin führt, wo wir hingehen möchten, sondern einen unangenehmen Verlauf nimmt. Das eklatanteste Beispiel dafür stellen die Passagiere des Kreuzfahrtschiffs Diamond Princess dar, welches an der Küste von Yokohama, Japan, in Quarantäne gehen musste. Wegen inkompetenter Behörden mussten die gestrandeten Passagiere in einer Brutstätte für Coronavirus-Infektionen ausharren, eine Situation, der sie nicht ausgesetzt worden wären, wenn die japanischen Behörden gut informiert und professionell gehandelt hätten. In einem solchen Fall kann die in Aussicht gestellte Traumreise zum tödlichen Alptraum werden.

Zu denken gibt in den Konstellationen des Neumondhoroskops aber nicht nur der rückläufige Merkur, der den von Neptun geprägten Neumond begleitet. Beunruhigend ist auch, dass die aggressive Konstellation von Mars am absteigenden Mondknoten – eine Stellung die wir auch von den Konstellationen von 9/11 kennen – zusammen mit der Mondknotenachse im Quadrat zur Konjunktion von Lilith und Chiron steht, die am 4. März exakt wird (weiter oben haben wir diese Konstellation mit der Gefahr eines Überschreitens der Artenbarriere zwischen Tier und Mensch in Verbindung gebracht). Es wurde aber ebenfalls darauf hingewiesen, dass auf 3 Grad Krebs, wo der aufsteigende Mondknoten des Fische-Neumondes steht, der eine Opposition zum Mars und ein Quadrat zu Chiron/Lilith bildet, der Pluto des Spanischen Grippe stand – der sich damals in der Nähe des absteigenden Mondknotens befand. Damit kann durch die Spannungsfigur zwischen Mondknoten, Mars sowie Chiron und Lilith ein gefährliches Potenzial geweckt werden, welches Schattenthemen der Spanischen Grippe und der Sars-Epidemie erneut an die Oberfläche spült.

 

Coronavirus und Menschheitshoroskop

Das überzeugendste astrologische Argument dafür, dass eine schwere Epidemie der Atemwege die Menschheit Anfang 2020 und ganz besonders ab dem Wassermann-Neumond vom 25. Januar heimsucht, welcher zugleich den Beginn des chinesischen neuen Jahres darstellt, ergibt sich aber aus der Betrachtung des «Menschheitshoroskops», welches für die Epoche steht, die mit der letzten Neptun/Pluto-Konjunktion von 1892 eingeläutet wurde. Reloziert auf die chinesische Hauptstadt Peking ist das Menschheitshoroskop in Fig. 13 aufgezeichnet. Ohne weiteres erkennen wir darin, wie der Neumond des chinesischen Neujahrs vom 24./25. Januar 2020 (Fig. 10) ein gradgenaues Quadrat zum Uranus des Menschheitshoroskops bildet, welches in Opposition zu dessen Kernthematik, dem Neumond auf 7 Grad Stier, steht. Normalerweise wird diese Neumond/Uranus-Opposition im Menschheitshoroskop zu Recht als revolutionäres Potenzial gedeutet, und das für St. Petersburg (Leningrad) sowie Yan’an, die Hochburg Mao Zedongs, welche das Ziel der chi­nesischen kommunistischen Revolution war, relozierte Menschheitshoroskop zeigt den Uranus jeweils exakt an einer Hauptachse (am MC für Leningrad und am DC für Yan’an). Diese Thematik steht zurzeit aber nicht im Vordergrund. Vielmehr konzentrieren wir uns auf Folgendes: Eine Opposition zwischen dem Neumond im Stier und Uranus in Skorpion symbolisiert neben dem Aufstand gegen die herrschende Elite auch das Thema der Mutation von Erbsubstanz. Mit dem gegenwärtigen transitierenden Uranus Anfang Stier kann man sich vorstellen, dass diese Entsprechung zur Zeit eines Neumondes auf 4 Grad Wassermann, wie dies am 23. Februar der Fall war, getriggert wird und zu konkreten Entsprechungen um den Neumond des chinesischen Neujahrs führt.

Es gibt jedoch eine weitere zwingende Entsprechung, die gleichzeitig die Brücke zur Anfang März 1918 ausgebrochenen Spanischen Grippe schlägt: Der Mars des Menschheitshoroskops, der nebenbei für Peking mit einer MC-Stellung markant platziert ist, und zusätzlich im Jahre 2020 die geballte Ballung der Saturn/Pluto- und Jupiter/Pluto-Konjunktion erhält, bildete progressiv erstmals im Februar 1918 auf 7.05 Grad Wassermann ein Quadrat zur Sonne/Mond-Konjunktion des Menschheitshoroskops auf 7.05 Grad Stier. Danach ging der Mars weiter bis ca. 17 Grad Wassermann, wo er kehrte und rückläufig wurde. Nun steht der Mars Anfang 2020 mit 7.06 Grad Wassermann wieder am gleichen Ort wie Anfang 1918 als die Spanische Grippe ausbrach. Bis 2022 macht der progressive Mars auf diesem Punkt sogar eine Station und wird wieder direktläufig. In solchen Zeiten wäre es besonders wichtig, durch entsprechende Hygiene und Abgrenzung dafür zu sorgen, dass Erreger aus dem Tierreich nicht auf den Menschen übergehen können.

So ist es nur folgerichtig, wenn in China am 24. Februar der Handel mit Wildtieren drastisch reguliert wird. Sie sollen nicht mehr auf Tiermärkte kommen und dürfen auch nicht mehr kommerziell gezüchtet und verzehrt werden. Auf diese Weise sollen grössere Gefahren für die öffentliche Gesundheit wirksam vermindert werden. Es ist nur zu hoffen, dass das Gesetz auch greift, denn der Handel mit Wildtieren zum Verzehr und zur Herstellung von Medikamenten, die zur chinesischen Medizin gehören, generiert in China Milliardenumsätze und verschafft einer Million Menschen Arbeit.

 

Wie gross ist die Gefahr im Falle einer Coronavirus-Pandemie?

In diesem Bereich fällt zunächst auf, dass zwischen Epidemiologen und Politikern in verschiedenen Ländern, unter anderem Deutschland und der Schweiz ein Streit entbrannt ist. Wie sehr die Politiker die Informationen über gesundheitliche Gefahren selbst zu steuern versuchen, zeigen die Anfänge der Coronavirus-Epidemie in China. Bis die chinesische Regierung am 31. Januar selbst Meldung über den neuartigen Erreger an die WHO erstattete, brachte sie sämtliche Ärzte und Wissenschafter, die aktiv vor den Gefahren des Virus warnten, zum Schweigen. Man kann davon ausgehen, dass in dieser Phase wichtige Zeit für die Eindämmung der Epidemie verloren wurde. Auch heute lautet der Anspruch in China, dass keine Meldung herausgeht, ohne dass sie von offiziellen (politischen) Stellen abgesegnet wurde.

In der letzten Februarwoche konnte man aber auch lesen, dass in der Schweiz und Deutschland Epidemiologen wie Christian Althaus (Universität Bern) und Christian Drosten von der Charité Berlin sich lauthals gegen Verniedlichungsversuche von Politikern zu Wort meldeten. Dabei geht es um Verharmlosungen, wie die Aussage von Politikern, die sie zwecks Beruhigung der Bevölkerung machen, wonach die Erkrankung am Corona-Virus Covid-19 nicht gefährlicher sei als eine gewöhnliche Grippe. Dies ist natürlich Unsinn, denn jeder der sich dafür interessiert kann sich davon überzeugen, dass die Mortalitätsrate bei der normalen Grippe bei 0,1–0,2 % liegt, bei Covid-19, der das Coronavirus induzierten Lungenkrankheit, jedoch im Durchschnitt gemäss bisherigen Erkenntnissen ca. 1–2 %, das Zehnfache der normalen Grippe beträgt. Hinzu kommt, dass etwa ein Fünftel der Patientinnen und Patienten die Corona-Erkrankung nicht Zuhause kurieren können, sondern sich in Spitalpflege begeben müssen. Dabei könne es in der Schweiz durchaus 3 Mio. Infizierte, und bei einer Mortalität von 1 % 30'000 Tote geben, wie Althaus ausführt. Der Berliner Virologe Christian Drosten geht sogar längerfristig von einer hohen Infektionsrate von 60–70 % der Population aus, betont aber, dass wir nicht wissen, innerhalb welcher Zeit diese Rate erreicht wird. Zurzeit geht er von einer 2 Jahre andauernden Verbreitungswelle aus. Umgelegt auf die deutsche Bevölkerung könnte dies auf 500'000 Tote ausmünden. [5]

Auch die britische Zeitschrift «Economist» geht in ihrer Ausgabe vom 29. Februar davon aus, dass die Krankheit Covid-19, die bereits auf über 50 Länder übergegriffen hat, und damit den Charakter einer Pandemie hat, 25–70 % der Weltbevölkerung infizieren dürfte, dies mit einer Mortalitätsrate von 0,5–1 %.

Allerdings liegt gemäss einer chinesischen Statistik die Mortalität bei Menschen bis 50 Jahren unter 0,4 %, während sie für 50–59-Jährige auf 1,3 %, für 60–69-Jährige auf 3,6 %, für 70–79-Jährige auf 8 % und für über 80-Jährige auf 14,8 % steigt. Hinzu kommt, dass Corona-Virus-Infektionen für Frauen glimpflicher zu verlaufen scheinen. Damit sieht das Bild im Vergleich zur Spanischen Grippe umgekehrt aus. Jene hatte nämlich die Neigung, vor allem junge und kräftige Menschen dahinzuraffen, während bei der Corona-Epidemie vor allem die Immungeschwächten dezimiert werden. Wer die Meldungen der Todesfälle in Italien verfolgte, bis Ende Februar immerhin über 30 Fälle, konnte auch feststellen, dass es vor allem alte Patienten waren, die dem Erreger erlagen. Dies legt nahe, dass es problematisch sein kann, wenn wegen einer Coronaviren-Gefahr Schulen geschlossen werden und die Zuhause weilenden Kinder von den Grosseltern betreut werden.

Wie sehr die Politik in Sachen Covid-19-Epidemie die Fäden in der Hand behalten will, zeigen die Entwicklungen in den USA. Es heisst, dass Donald Trump, der eine Gefährdung für seine Wahlchancen fürchtet, wenn die Epidemie um sich greift und die Börse taucht, wütend wurde, als sich Ende Februar die Corona-Krankheitsfälle häuften, und es sogar bis zum Montag, 2. März, zwei Todesfälle gab. Er hatte sich allerdings mit der Behauptung, die Regierung habe die Sache fest im Griff und die wenigen bisher vorliegenden Patienten befänden sich bereits im Genesungsprozess, weit aus dem Fenster hinausgelehnt. Damit das, was zu retten ist, unter Kontrolle bleibt, hat er Ende Februar seinen Vize, Mike Pence, zum obersten Verantwortlichen in der Angelegenheit ernannt. Wissenschafter dürfen ab jetzt keine eigenen Meldungen über den Verlauf herausgeben, ohne dass diese von der amerikanischen Regierung vorher genehmigt werden.

Weitere Aspekte der Corona-Epidemie und deren wirtschaftlichen Folgen werden in der nächsten Nummer von Astrologie Heute besprochen. Dies gilt auch für deren Einfluss auf Börsen und Finanzanlagen.

 

Fussnoten:

[1] Claude Weiss, Saturn/Pluto-Oppositionen: Wenn alles anders wird, Astrologie Heute Nr. 90 (April/Mai 2001)

[2] Claude Weiss, Mars, Bush und das Weisse Haus, Astrologie Heute Nr. 91 (Juni/Juli 2001)

[3] Claude Weiss, Die Finsternisse von Juni/Juli 2001, Astrologie Heute Nr. 91 (Juni/Juli 2001)

[4] Wann erreicht die Epidemie ihren Höhepunkt?, Alan Niederer, NZZ 14.2.2020

[5] Am 7. März hat Christian Drosten, ausgehend von einer Mortalität von nur 0,5 %, für Deutschland eine Schätzung von 278'000 Todesfällen abgegeben (Focus.de vom 7.3.2020)

Artikel zu Sars, Vogelgrippe und Spanische Grippe: Astrologie Heute Nr. 120 (April/Mai 2006), Claude Weiss: Die Vogelgrippe, S. 16–23.

Artikel zu Sars und Spanische Grippe: Astrologie Heute Nr. 103 (Juni/Juli 2003), Claude Weiss: Uranus in Fische, Sars und die Spanische Grippe, S. 18–23.


 
Claude Weiss, beschäftigt sich seit über 50 Jahren mit Astrologie; Herausgeber der Zeitschrift ASTROLOGIE HEUTE; gründete 1978 die Astrodata AG, welche astrologische Analysen anbietet; von 1988 bis 2019 Präsident des Schweizer Astrologenbundes (SAB); gefragter Referent an internationalen Kongressen. Bücher: «Die 28 Mondphasen der Geburt - Eine inspirierende Erweiterung des klassischen 8-Phasen-Mandalas»,«Warum wir uns inkarnieren - Das Geheimnis des karmischen Neumondes», «Horoskopanalyse» Band 1 und 2 (Band 2 ist in einer überarbeiteten und stark erweiterten Neuauflage erhältlich), «Karmische Horoskopanalyse», Band 1 und 2, Mitautor der Bücher «Pluto – Eros, Dämon und Transformation», «Die Lilith-Fibel», «Wendezeit 2010-2012», «Visionen einer neuen Zeit», E-Mail an Claude Weiss