K A L E N D E R
Mitte Februar bis Mitte April 2026
von Verena Bachmann
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Nach einer Zeit der Rückblicke und des Aufräumens, aber auch der Rückfälle in die Vergangenheit, erhält der sich seit dem letzten Sommer immer deutlicher abzeichnende Übergang in eine neue Zeit ab Ende Februar deutlich Schub. Pluto (3½ – 5½ Grad Wassermann) und ab März auch Saturn (28½ Grad Fische – 7 Grad Widder, Ingress Widder: 14.2.) bewegen sich direktläufig in bisher nicht angesprochenen Gradzahlen. Sie richten die Aufmerksamkeit auf der kollektiven, gesellschaftlichen Ebene auf neue Bereiche und Themen, sorgen für neue Herausforderungen und stossen neue Prozesse an. Bei Pluto geht es dabei um Macht-/Ohnmachtsthemen, um Wandlung und die Frage, was dem Leben dient und erneuerungsfähig ist und was sterben muss. Besonders betroffen sind vor allem jene mit Konstellationen in den Gradbereichen 3 – 6 Grad fix (Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann). Bei Saturn stehen Grenzen, Konsequenzen, Disziplin und Verantwortung im Fokus, aber auch der Auftrag, die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu richten und, wo nötig, zu bewusstem Verzicht oder Einschränkung bereit zu sein. Hier sind all jene mit Konstellationen von ganz Ende veränderlich (Zwillinge, Jungfrau, Schütze und Fische) bis 8 Grad kardinal (Widder, Krebs, Waage und Steinbock; u.a. auch die Schweiz) besonders betroffen. Bei beiden Planeten dürften der Umgang mit Macht, Willenskraft und Autorität im Vordergrund stehen. Während bei Pluto jedoch vor allem kollektive, transpersonale und geistige Kräfte und Prozesse eine Rolle spielen, stehen bei Saturn die Instinkt- und Triebebene, der Überlebenswille, Tatendrang sowie das Erreichen von persönlichen oder gesellschaftlichen Zielen im Vordergrund. Im Falle von Saturn stehen in dieser Phase definitive Schritte an; es geht darum, selbst Entscheidungen zu fällen oder Konsequenzen zu ziehen. Wer dazu nicht bereit ist, riskiert, dass das Schicksal oder andere ihn/sie dazu zwingen. Anders sieht es bei den in dieser Zeit durch Pluto angestossenen Prozesse und anklingenden Themen aus. Diese können als erstes Kapitel einer Geschichte gesehen werden, die sich mindestens bis zum Jahresende, teilweise auch bis zum Herbst 2027 fortsetzt. Wer nun bereit ist hinzusehen und sich auf den Wandlungsprozess einzulassen, wird durch die von Pluto zur Verfügung gestellten Lebensenergien gestärkt und kann erste wichtige Schritte machen. Wo diese Bereitschaft fehlt, wächst der Druck.
Auch Neptun (0 – 2½ Grad Widder), Uranus (Station am 4.2. auf 27.28 Grad – 29½ Grad Stier) und Chiron (23 – 26½ Grad Widder) sind in dieser Zeit direktläufig, sie laufen jedoch zum letzten Mal in Bereichen, die bereits im vergangenen Jahr angesprochen wurden. Bei den ihnen zugeordneten Themen und Entwicklungen geht es nun um abschliessende Erfahrungen und Ereignisse in Bezug auf Prozesse, die seit den ersten drei Monaten des Jahres 2025 aktuell sind. Auf der mundanen und persönlichen Ebene stehen die folgenden Themen im Zentrum: Visionen und Illusionen, Hingabe an etwas Grösseres, Verbundenheit mit anderen, dem Göttlichen, der Ganzheit, Kunst und Kreativität (Neptun); Veränderung, Erneuerung, Erkenntnisse, Umbruch, Abbruch, Revolution, Aufbruch in neue Welten und Ebenen, Digitalisierung und Elektrizität (Uranus); Zweifel, Schmerzen, Krisen und Versagenserfahrungen, körperliche Schwächen, aber auch Versöhnung und Heilung, Öffnung für neue Ebenen und Ganzwerdung (Chiron). Besonders betroffen sind bei Neptun jene mit Konstellationen ganz zu Beginn der kardinalen Zeichen (Widder, Krebs, Waage, Steinbock), bei Uranus geht es um Konstellationen am Ende der fixen Zeichen (Stier, Löwe, Skorpion, Wassermann) und bei Chiron um die Gradzahlen 22 – 27 kardinal. Bei Neptun geht es darum, sich neu auszurichten, einen neuen Weg einzuschlagen und dabei der inneren Stimme, dem höheren Selbst zu folgen. Im Zusammenhang mit Uranus ist es einerseits wichtig, das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten, oder im Bestreben nach Erneuerung etwas von nachhaltigem Wert zu zerstören; gleichzeitig gilt es aber auch, den von Gorbatschow geprägten Satz: «Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben», im Auge zu behalten. Bei Chiron wiederum gilt es, sich in Geduld und Akzeptanz zu üben. Die Fähigkeit ist gefragt, neben dem Dunkeln und Schwierigen auch das Licht (am Ende des Tunnels) zu sehen.
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Vollmond
1. 2. 2026 – 22:09 GT
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Neumond-Eklipse
17. 2. 2026 – 12:01 GT
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Vollmond-Eklipse
3. 3. 2026 – 11:37 GT
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Neumond
19. 3. 2026 – 1:23 GT
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Vollmond
2. 4. 2026 – 2:12 GT |
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Als einziger Planet ist Jupiter noch bis zum 11.3. rückläufig (17½ – 15.05 Grad Krebs). Während dieser Zeit gilt es, noch einmal auf Erfahrungen, Einsichten, Angebote und Möglichkeiten des vergangenen Sommers zurückzukommen, die damals ins Auge gefassten Ziele und Visionen. Nun geht es darum, die damit verbundenen Erwartungen in Bezug auf Weiterentwicklung und Wachstum, die darunterliegenden kulturellen und politischen Überzeugungen zu ergründen, sich aber auch mit Sinnfragen und ethisch-moralischen Zusammenhängen zu beschäftigen. Die Themen Familie, Heimat und Nationalität sowie die Frage, wo es in dieser Zeit möglich ist, Geborgenheit und Zugehörigkeit zu finden, dürften im Vordergrund stehen. Ab 11.3. stehen dann auch in diesen Belangen abschliessende Entscheide an. Besonders betroffen sind all jene mit Konstellationen im Bereich von 14 – 20 Grad kardinal (u.a. die Horoskope der USA, Trumps, Putins, Selenskis).
Im zeitlichen Ablauf sind verschiedene, sich überlappende Phasen mit jeweils unterschiedlichen Bühnenbildern und Hauptdarstellern auszumachen. Da die schnelllaufenden Planeten im Februar nach wie vor recht nahe beieinander stehen, bleiben die durch sie angesprochenen Themen der Langsamläufer jeweils über einen etwas längeren Zeitraum aktuell und betreffen alle Lebensbereiche.
Anfang Februar stehen zwei Themenbereiche im Vordergrund. Einerseits dürfte der Vollmond vom 1.2. noch einmal die Geschehnisse der zweiten Januarhälfte und die sich daraus ergebenden Entwicklungen rund um die eingangs erwähnten Pluto-Themen beleuchten. Es ist durchaus denkbar, dass einige der damit in Gang gesetzten Prozesse erst zu diesem Zeitpunkt deutlich werden. Beinahe gleichzeitig betritt auch Uranus die Bühne. In den Tagen nach seiner Station (vom 4.2.) laufen zunächst der Merkur (5.2.) und die Venus (8.2.), etwas später dann auch die Sonne (16.2.) und der Mars (27.2.) im abnehmenden Quadrat zu Uranus. Sie nehmen Entwicklungen auf, die seit Anfang 2025 aktuell sind, deren Anfänge jedoch teilweise bis in den Sommer 2024 zurückreichen. Betroffen sind dabei vor allem die Bereiche Digitalisierung, KI, Stromproduktion, der Einsatz moderner Technologien in der Natur, unerwartete Naturereignisse (vor allem Ab- und Ausbrüche), aber auch revolutionäre Prozesse sowie Freiheits- und Individualisierungsbestrebungen. In diesen Belangen dürften Ereignisse die Folgen dieser Entwicklungen deutlich machen sowie Hinweise geben, dass eine Ära zu Ende geht, und dazu auffordern, sich neu auszurichten.
Auch die bisher nicht erwähnte Lilith (4½ – 13 Grad Schütze) hat in diesen Monaten ihren Auftritt. Da wo sie aktiv ist, geht es um einen weiteren Aspekt im Wandel der Weltbilder, um die Frage, aus welcher Perspektive entschieden wird, was richtig und gerecht sei, um alte und neue Frauenrollen oder, archetypisch gesehen, um den Kampf der trieb- und instinktorientierten Zentauren mit den Amazonen. Da die Lilith, die Grosse Göttin, als Urkraft der Natur ihren ganz eigenen Gesetzen folgt, ist es kaum möglich, konkrete Aussagen zum wahrscheinlichen Geschehen und der damit verbundenen Dramatik zu machen. Subtile, im Aussen zunächst kaum wahrnehmbare Bewegungen und Energiewechsel können langfristig ebenso markante Folgen haben wie dramatische Ereignisse.
Die Lilith läuft in dieser Zeit im Quadrat zur Mondknotenachse. Ereignisse und Erfahrungen, die mit ihrem Wirken zu tun haben, haben damit eine weichenstellende Qualität. Wer sich an das Gewohnte hält und dem Altvertrauten folgt, riskiert, in eine Sackgasse zu geraten und zum Opfer von schicksalhaften Ereignissen zu werden. Wer hingegen den Mut hat, mit dem Strom des Lebens zu gehen, findet neue Möglichkeiten. Am 10.2. bildet Lilith das erste von drei Quadraten zu Merkur (rückläufig vom 26.2. – 20.3.). In den Tagen rund um Merkurs Station zur Direktläufigkeit findet das zweite und schliesslich am 27.3. das letzte genaue Quadrat statt. Am 15.2. bildet die Venus ein Quadrat zur Lilith und am 26.2. die Sonne. Damit hat Lilith sowohl bei den Themen der Sonnenfinsternis vom 17.2. wie auch der Vollmondfinsternis vom 3.3. eine wichtige Rolle inne und kann für überraschende Wendungen sorgen. Mit dem Lilith/Mars-Quadrat vom 14.3. erreichen die ihr zugeschriebenen Prozesse dann einen Abschluss. In dieser ganzen Phase kann es daher immer wieder zu Enthüllungen, Skandalen, Tabubrüchen, «Hexenjagden» und markanten Ereignissen kommen, die im laufenden Wandel sowohl zerstörerische wie auch grosse schöpferische Kräfte freisetzen. Besonders betroffen sind in diesem Zusammenhang jene mit Konstellationen in den Bereichen 4 – 16 Grad veränderlich (Zwillinge, Jungfrau, Schütze und Fische; u.a. die Schweiz, Deutschland und die USA sowie Elon Musk).
Die markanteste Konstellation dieser Zeit ist jedoch die Saturn/Neptun-Konjunktion vom 20.2. (0.45 Grad Widder). Sie markiert den Start eines neuen Zyklus in Bezug auf gesellschaftliche Systeme, in denen das Individuum eine untergeordnete Rolle spielt, und das Wohl oder auch das Überleben des Systems im Zentrum stehen. Ebenso der Kampf um die Verwirklichung von Idealen und Visionen sowie spirituelle Themen und Glaubensfragen. Besonders betroffen sind hier Menschen oder Staaten mit Konstellationen ganz am Anfang der kardinalen Zeichen, u.a. die Schweiz und Deutschland, aber auch asiatische und sozialistisch geprägte Staaten sowie das Christentum (gemäss den Forschungen von Claude Weiss). Die Bilder und Geschichten dieses Zyklus dürften die kommenden 37 Jahre mitprägen (ähnlich wie die Ereignisse zur Zeit des Mauerfalls die vergangenen Jahrzehnte prägten). Am 7./8.3. erreicht die Venus die Konjunktion zu Saturn und Neptun, und nach dem Neumond vom 19.3. läuft die Sonne im Konjunktionsbereich. Es ist anzunehmen, dass Erfahrungen und Ereignisse dieser Zeit viele wichtige Impulse für einen Neustart setzen.
Ende März und Anfang April findet dann ein Energie- und Themenwechsel statt; Jupiter, Chiron und Pluto betreten die Bühne des Geschehens. In dieser Zeit sind vor allem in den Bereichen Werte, Besitz und Beziehungen wichtige, teilweise auch kursentscheidende Ereignisse und Entwicklungen zu erwarten.
Hinweis: In diesem «Kalender» nicht explizit erwähnte Konstellationen wurden entweder in der Deutung berücksichtigt oder werden im «Wochenkalender» von Verena Bachmann auf www.astrodata.com aufgegriffen, wo die laufenden Konstellationen für die jeweils kommende Woche detailliert beschrieben sind.
Verena Bachmann, pädagogische Ausbildung; seit 1982 astrologische Beratungspraxis in CH-Zürich; Aus- und Weiterbildung in humanistischer Psychologie (Psychosynthese und Gestaltarbeit); Leiterin der Schule für Erwachsene (SFER); ständige Mitarbeiterin von ASTROLOGIE HEUTE; internationale Vortragstätigkeit; Bücher: «Mondknoten. Lebensweg und Entwicklung im Geburtshoroskop» (2008/2012); «Die Macht des Weiblichen. Astrologische Symbolik im Spiegel des Wandels» (2011); «Visionen einer neuen Zeit» (2010, Mitautorin); «Die Chiron-Fibel. Brückenbauer zwischen Geist und Materie» (2009); «Pluto – Eros, Dämon und Transformation» (1989, Mitautorin); E-Mail: Verena Bachmann