E D I T O R I A L
Die Schlagzeile meines letzten Editorials, Die Verfinsterung des Lichts, war im Zusammenhang mit der Sonnenfinsternis vom 17. Februar und der Mondfinsternis vom 3. März keine Übertreibung. Zwischen beiden verfinsterten Lichtern wurde zusätzlich am 26. Februar der Planet Merkur auf 22½ Grad Fische in gradgenauer Opposition zum Neptun der USA und ebenso genauem Quadrat zur Sonne von Donald Trump stationär rückläufig. Mit der Lilith Anfang Schütze, gradgenau auf den Aszendenten der USA fallend, konnte man sich auf unerwartete Entwicklungen gefasst machen.
So dauerte es nicht lange und Donald Trump gab am folgenden Tag den Befehl für den Start eines gemeinsam mit Israel durchgeführten Angriffskriegs gegen den Iran, welcher am Morgen vom 28. Februar beginnen sollte. Wenn es aber in der Astrologie eine allgemein bekannte Erkenntnis gibt, die sogar vielen Laien vertraut ist, so lautet diese: Kein neues Vorhaben bei rückläufigem Merkur starten. Der Grund: Unter einer solchen Konstellation fehlt es an Überblick, denn man verfügt nicht über sämtliche erforderlichen Informationen, um das begonnene Projekt erfolgreich zum Abschluss zu bringen.
Es kam, wie es kommen musste: Unter dem Einfluss der Sonnenfinsternis in exakter Opposition zu seinem Mars, verspürte Donald Trump eine grosse Eile, die Operation zu starten, da sich am Morgen des 28. Februar ein ansehnlicher Teil der politischen Führung des iranischen Staates auf einen Schlag auslöschen liess. Dass die Iraner im Falle eines Angriffs damit gedroht hatten, die Nachbarstaaten, welche US-Basen beherbergen, zu bombardieren, wurde dabei ausgeblendet. So war wenige Tage nach Kriegsbeginn die Überraschung gross. Die Iraner setzten nämlich von Anfang an auf die Beschiessung der Nachbarstaaten mit Raketen und Drohnen sowie die Blockierung der Strasse von Hormus, dies im Wissen, dass diese Strategie zu einer katastrophalen Störung der Weltwirtschaft führen musste. Diese würde den amerikanischen Präsidenten sehr bald dazu zwingen, einen Ausweg aus der Falle zu suchen, in die er sich hatte locken lassen.
Über den Start des Krieges im Nahen Osten wird in der Chronologie der letzten zwei Monate auf S. 38 dieser Nummer berichtet. Wie sich die Konfrontation im Menschheitshoroskop für Washington und für Teheran abzeichnet, zeigt der Artikel USA gegen Iran – Aus der Sicht des Menschheitshoroskops auf S. 8 auf. Auf welche Weise die Lieferengpässe und die astronomisch steigenden Preise für Erdgas und Erdöl im Zusammenhang mit dem baldigen Zeichenwechsel von Chiron ins Stier-Zeichen weltweit Ängste hinsichtlich Versorgung und Wohlstand schüren, wird im Beitrag Der nicht zu unterschätzende Chiron-Zeichenwechsel ins Stier-Zeichen auf S. 13 besprochen.
Interessante Artikel zur schelmischen Seite des Merkur und zur erneuernden Wirkung von Uranus gibt es von Kathleen Evert auf S. 20 und 22. Diesen folgt auf S. 24 die tiefsinnige Studie von Pouyan Zolfagharnia Uranus in Zwillinge: Die Renaissance der Kommunikation. In seinem Beitrag erinnert er uns auch daran, dass die USA seit ihrer Gründung bei jedem Transit von Uranus durch die Zwillinge in grosse Konflikte verwickelt wurden. Wie ein weiterer Artikel zu diesem Thema auf Seite 12 zeigt, gilt dies ebenfalls für die letzten Zeichenwechsel von Neptun und Pluto.
In diesen Zeiten ist es sinnvoll vorzusorgen, wo dies möglich ist, sich in Gedanken jedoch nicht an Dingen aufzureiben, die wir nicht beeinflussen können.
Claude Weiss
Chefredaktor
Claude Weiss, beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Astrologie; Herausgeber der Zeitschrift ASTROLOGIE HEUTE; gründete 1978 die Astrodata AG, welche astrologische Textanalysen anbietet; Präsident des Schweizer Astrologenbundes (SAB) von 1987 bis 2018; gefragter Referent an internationalen Kongressen; Bücher: «Die 28 Mondphasen der Geburt», «Warum wir uns inkarnieren», «Horoskopanalyse» Bd. 1 & Bd. 2, «Karmische Horoskopanalyse», Bd. 1 & Bd. 2, Mitautor der Bücher «Pluto – Eros, Dämon und Transformation», «Die Lilith-Fibel», «Wendezeit 2010–2012», «Visionen einer neuen Zeit», E-Mail: Claude Weiss