Astrologie Heute Nr. 240 (April 2026) - Weltgeschehen
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Astrologie Heute Nr. 240
April 2026

Inhaltsverzeichnis
Heft Nr. 240 bestellen
Krieg im Nahen Osten

von Claude Weiss

Die Chronologie der letzten zwei Monate befasst sich mit dem Krieg im Nahen Osten. Unter rückläufigem Merkur (26. Februar – 20. März) gibt Donald Trump am 27. Februar den Befehl zum Angriff auf den Iran, gemeinsam mit Israel, der am 28. Februar beginnen sollte. Dies tut er unter dem starken Einfluss der Sonnenfinsternis vom 17. Februar, die auf dem Aszendenten der USA und, in Opposition zu Trumps Mars im ersten Haus, in seinem siebten Haus der Partner und Feinde stattfindet. Dabei ist die Uranus-Stellung der Sonnenfinsternis, die im Quadrat zu dieser und zu Trumps Mars stattfindet, ebenfalls von grosser Bedeutung.

Die ersten Angriffe erfolgen um 6.00 Uhr Lokalzeit (4.00 Uhr GMT) aus Israel, mit einem Aszendenten, der Anfang Fische, zwischen Mars in Wassermann und Sonne in Fische, stattfindet. Die ersten Bombeneinschläge in Teheran finden zwischen 9.30 – 9.45 Uhr Lokalzeit (6.00 – 6.15 Uhr GMT) in Teheran statt. Bezeichnend ist, dass in dieser Zeit die MC/IC-Achse zwischen Mond Ende Krebs und Pluto Anfang Wassermann steht, eine treffende Charakterisierung für die Hauptabsicht der Bomben, nämlich den langjährigen Führer des Irans, Ayatollah Ali Khamenei, umzubringen. Dabei wird die Vermutung geäussert, dass ihm ein Märtyrertod zur Mythenbildung um sein Leben herum wohl recht gewesen sein dürfte. Dafür spricht, dass er trotz verschiedenen Empfehlungen darauf verzichtete, für seine Versammlungen besser geschützte Orte zu wählen.

Dabei ist interessant, dass Saturn/Neptun-Konjunktionen die Geschichte der Islamischen Republik des Irans begleiten: Die islamische Revolution, für die auf den 1. Februar 1979 mit der Ankunft Khomeinis in Teheran ein Horoskop erstellt werden kann, begann zur Zeit eines Quadrats zwischen Saturn und Neptun. Ihre erste Phase endete mit dem Tod Khomeinis zur Zeit der Saturn/Neptun-Konjunktion von 1989. Danach übernahm Ayatollah Khamenei und seine Herrschaft dauerte bis zu seiner Tötung am 28. Februar lediglich 8 Tage länger als die neue Saturn/Neptun-Konjunktion vom 20. Februar 2026 (die nächste folgende Saturn/Neptun-Konjunktion nach jener vom Jahr 1989, die ihn an die Macht gebracht hatte). Passend ist dazu, dass per Definition eine Saturn/Neptun-Konjunktion symbolisch durchaus den Vorstellungen entspricht, die wir von einem «Gottesstaat» haben können. Im Artikel wird aber darauf hingewiesen, dass nicht nur die iranische religiöse Führung sich auf Gott berufen dürfte, sondern auch die Gegenseite dies tut. So haben sich manche amerikanische Soldaten darüber beklagt, dass ihnen ihre Vorgesetzten ihren Kriegseinsatz als «Teil von Gottes Plan» darstellten.

Im Artikel wird auch auf Trumps Astro*Carto*Graphy und dessen Relokationshoroskope hingewiesen, die anzeigen, dass er sich an Orten mit Mars und/oder Pluto an einer Hauptachse besonders wohl und dynamisch fühlt. Dies umfasst nicht nur den östlichen Teil der USA mit Mar-a-Lago, sondern auch Caracas, die Hauptstadt von Venezuela, mit diesen Stellungen um den Aszendenten herum, sondern auch Moskau und Jerusalem, wo Trumps Mars am MC steht. Dies könnte ein Grund sein für Trumps Begeisterung, zusammen mit Netanyahu einen Krieg gegen den Iran zu führen. Leider können solche Emotionen von sachlichen Abwägungen ablenken, sodass man sich vielleicht allzu gerne ohne Bedenken in ein gefährliches Abenteuer stürzt.

Dieser Artikel gehört zur Reihe «Themen der Zeit»; Abonnentinnen und Abonnenten von ASTROLOGIE HEUTE erhielten diesen Beitrag zeitnah zum Geschehen per E-Mail zugestellt.

Aus dem Inhalt:

  • Start des Angriffs auf den Iran
  • Den eigenen Tod als Märtyrertod inszenieren
  • Saturn/Neptun und der Gottesstaat
  • Auch Gegenseite beruft sich auf göttliche Mission
  • Im Auftrag Gottes unterwegs
  • Trumps Astro*Carto*Graphy und Relokationshoroskope
  • An Orten mit Mars und/oder Pluto an Hauptachsen im Element
  • In Europa und Nahost locken Mars/MC-Konjunktionen
  • Das Horoskop des Irans
  • Saturn und Neptun am AC­

Claude Weiss, beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Astrologie; Herausgeber der Zeitschrift ASTROLOGIE HEUTE; gründete 1978 die Astrodata AG, welche astrologische Textanalysen anbietet; Präsident des Schweizer Astrologenbundes (SAB) von 1987 bis 2018; gefragter Referent an internationalen Kongressen; Bücher: «Die 28 Mondphasen der Geburt», «Warum wir uns inkarnieren», «Horoskopanalyse» Bd. 1 & Bd. 2, «Karmische Horoskopanalyse», Bd. 1 & Bd. 2, Mitautor der Bücher «Pluto – Eros, Dämon und Transformation», «Die Lilith-Fibel», «Wendezeit 2010–2012», «Visionen einer neuen Zeit», E-Mail: Claude Weiss