Auf der ersten Bühne tanzen Neptun und Saturn. In Bezug auf diese beiden Planeten und sie betreffende Entwicklungen wird ein vorläufiger Höhe- und Wendepunkt erreicht. Mit ihrer Konjunktion vom Februar (0.45 Grad Widder) setzten sie einen starken Impuls für langfristig wichtige, neue Entwicklungen. Obwohl sie sich nun voneinander entfernen und unterschiedliche Gradbereiche aktivieren, werden Ereignisse und Erfahrungen, die zur Zeit der Konjunktion stattgefunden haben, sowie damals in Gang gesetzte Prozesse in den kommenden Monaten mehrfach aufgenommen und aktiviert. Neptun bewegt sich nur wenig und erreicht am 7.7. mit seiner Station zur Rückläufigkeit auf 4.25 Grad Widder einen Gradbereich, den er erst im Frühjahr des nächsten Jahres (April 2027) überschreiten wird. Im Zusammenhang mit seinen Themen geht es um Visionen, Ideale, Religion und Spiritualität, aber auch um Empathie und Mitgefühl für andere. Aufgrund der grossen Offenheit für Stimmungen und Trends stellt sich dabei jedoch die Frage, ob es sich bei den verfolgten Idealen um echte Visionen oder um Illusionen und Trugbilder handelt, und ob die damit verbundenen Handlungen und Entscheidungen bewusst und aus dem eigenen Willen erfolgen. Die Gefahr einer Verführung zu rational nicht nachvollziehbaren, instinkt- und triebbestimmten oder durch aufgewühlte Emotionen geprägte Aktionen und Handlungen ist in dieser Zeit gross. Besonders betroffen sind dabei jene mit Konstellationen zwischen 1 – 6 Grad der kardinalen Zeichen (darunter die Schweiz, Deutschland, Israel und die USA).
Saturn bewegt sich in dieser Zeit im Gradbereich von 12 – 15 Grad Widder; er erreicht seine Station zur Rückläufigkeit am 26.7. (auf 14.45 Grad) und setzt Entwicklungen und Prozesse in Gang, die bis März 2027 weiterlaufen. In den von ihm angesprochenen Bereichen geht es um die Themen Autorität und Verantwortung, den Umgang mit Gesetzen, Grenzen und Einschränkungen, aber auch um gesellschaftliche Strukturen und deren Vertreter. Dabei ist die Tendenz, diese infrage zu stellen, dagegen anzurennen und sie aufbrechen zu wollen ebenso gross wie jene des Bewahrens des Status quo um jeden Preis. Dabei geht es jedoch letztlich um die Frage nach den jeweiligen Konsequenzen. Die mit Saturn verbundenen Prozesse betreffen vor allem jene mit Konstellationen zwischen 10 – 16 Grad der kardinalen Zeichen (darunter Wladimir Putin, Donald Trump und die USA). Auf der konkreten Ebene dürften die in diesen Monaten stattfindenden zunehmenden Quadrate von Merkur und Sonne sowohl zur Gradzahl der Konjunktion vom Februar wie auch zu den jeweils aktuellen Stellungen zu beiden Planeten deutlich machen, was aus den im Zusammenhang mit der Saturn/Neptun-Konjunktion erfolgten Impulsen geworden ist. Aber auch durch Ereignisse und Erfahrungen von Ende März (Konjunktion der Sonne mit Neptun und Saturn) ausgelöste Prozesse und die damit in Verbindung stehenden Autoritätsfiguren dürften in dieser Zeit vermehrt Aufmerksamkeit erhalten. In kritischen Situationen kann deutlich werden, welche der neuen Bewegungen und Trends zukunftsfähig sind und wo weiteres Wachstum möglich ist. Parallel dazu dürften wohl auch die ersten Konsequenzen von im Frühjahr erfolgten Weichenstellungen deutlich werden.
Auf der zweiten Bühne spielt Uranus die Hauptrolle. Er bewegt sich direktläufig in einem neuen Bereich (2 – 5½ Grad Zwillinge) und läuft im Juni im Quadrat zur Mondknotenachse. Mit seinem definitiven Eintritt ins Zwillinge-Zeichen erhielten die Themen der digitalen Welt und der Kommunikation (KI, soziale Medien, alternative Realitäten, Metaversum) noch mehr Gewicht. Die Haltung gegenüber Neuerungen und der Kontakt mit anderen wurden damit einerseits interessierter, andererseits aber auch distanzierter. Dies steht nun im Kontrast zum Bedürfnis nach persönlicher Begegnung, Nähe und Berührung, welches durch die Bewegung der Schnellläufer im Krebs-Zeichen betont wird. In den Tagen ab Anfang Juli und rund um die Konjunktion von Mars mit Uranus am 4.7. steht besonders viel Inspiration, Kreativität und Erfindergeist zur Verfügung. Gleichzeitig wächst die Bereitschaft für Erneuerung und Reformen, aber auch jene zu Rebellionen und Revolutionen. Thematisch dürften in diesem Zusammenhang der Einsatz von «Robotik», aber auch der Wandel in den Bereichen Handel und Verkehr im Vordergrund stehen. Unerwartete Ereignisse, Erkenntnisse und Wendungen in diesen Belangen könnten eine Wende im Umgang mit und dem Einsatz von moderner Technologie einleiten, aber auch starke und weichenstellende Impulse für die Zukunft setzen. Mit dem Quadrat von Venus zu Uranus (13.7.) dürfte dann der Effekt der Entwicklungen auf den laufenden Wertewandel deutlich werden. Die Ereignisse auf der Uranus-Bühne betreffen vor allem jene mit Konstellationen im Bereich von 2 – 7 Grad veränderlich. Für sie gilt in dieser Zeit der Satz: «Bleib flexibel und sei bereit für neue, noch unbekannte Wege.»
Im dritten Entwicklungsstrang findet in dieser Zeit ein Energie- und Themenwechsel statt, der viel Aufmerksamkeit erhalten dürfte. Auf dieser Bühne haben Pluto r (5½ – 4 Grad Wassermann), Chiron (29 Grad Widder – 1 Grad Stier) und Jupiter (24 Grad Krebs – 10 Grad Löwe) das Sagen. Bis Mitte Juni geht es im Zusammenhang mit dem rückläufigen Pluto zunächst um einen Rückblick auf Geschehnisse und Erfahrungen der Zeit seit Februar, die Wiedererwägung der damit verbundenen Aktionen und Entscheidungen, aber auch die Folgen einer abwartenden oder sich verweigernden Haltung dürften spürbar werden.
In den Tagen rund um den Neumond vom 15.6. und die Opposition von Venus zu Pluto vom 17.6. dürften dann die Effekte des jeweiligen Verhaltens auf den laufenden Wertewandel sowie auf Beziehungen und Allianzen deutlich werden. Gleichzeitig beginnt in diesen Tagen eine nächste Phase, in welcher die auf dieser Bühne spielenden Planeten und die ihnen zugeschriebenen Prozesse sowohl im Weltentheater wie auch auf der persönlichen Ebene im Vordergrund stehen.
Einerseits richtet sich die Aufmerksamkeit mit dem Wechsel von Chiron ins Stier-Zeichen (am 19.6.) verstärkt auf die in den vergangenen Jahren etwas in den Hintergrund gerückten Themen und Bereiche Besitz, materielle Werte, Natur, Klima, Nahrung und andere Ressourcen. In der folgenden Zeit dürften Erfahrungen und Ereignisse diesbezüglich bestehende Sicherheiten erschüttern. Dabei können auch vermeintliche Kleinigkeiten zunächst unabsehbare Reaktionen auslösen. In der Folge dürften Bewegungen, die sich für einen neuen, achtsamen Umgang mit dem Vorhandenen einsetzen, vermehrt Beachtung erhalten. Die diesbezüglichen Prozesse können als Vorschau für Entwicklungen gesehen werden, die – nach einer Pause im Herbst/Winter – ab April 2027 wieder aufgenommen werden und dann eine bestimmende Rolle im Geschehen spielen dürften. Am 30.6. sorgt dann der Eintritt von Jupiter ins Löwe-Zeichen für einen weiteren Energie- und Themenwechsel. Zum einen laufen ab diesem Zeitpunkt alle Langsamläufer in den Elementen Luft und Feuer. Damit dürfte eine weitere, deutliche Beschleunigung im Geschehen und Verhalten einsetzen, verbunden mit einer Tendenz, emotionale und körperliche Bedürfnisse zu vernachlässigen. Mit Chiron im Stier-Zeichen könnten sich die laufenden Prozesse auch in Form von gesundheitlichen Problemen manifestieren.
Mit dem Zeichenwechsel bewegt sich Jupiter aber auch ins Quadrat zum Chiron (genau 2.7.) und in die Opposition zu Pluto (genau 20.7.). Damit dürfte sich der Scheinwerfer der Aufmerksamkeit im Juli auf ideologische Themen und «Wahrheiten», moralische Imperative und das damit verbundene Verständnis für «Recht» und «Gerechtigkeit» richten. Vor allem Autoritäts- und Führungsfiguren in den Bereichen Politik und Religion dürften in dieser Zeit stark gefordert sein. Ihr Umgang mit der ihnen zur Verfügung stehenden Macht, ihre Ansprüche in Bezug auf ihre Wirkung auf andere und die Kontrolle über das Geschehen, aber auch ihr Verhalten, wenn sie sich herausgefordert und infrage gestellt sehen, stehen dabei im Vordergrund.
Auch auf der individuellen Ebene geht es um eine Auseinandersetzung mit den Themen Macht und Ohnmacht. Ebenfalls dürften Fragen bezüglich Integrität, Authentizität und Sinn sowie Selbstzweifel in dieser Zeit beschäftigen. Menschen, die sich auf einem spirituellen Weg befinden, könnten eine tiefe Sinnkrise, allenfalls auch eine «Dunkle Nacht der Seele» erleben, aber auch spirituelle Höhenflüge und Initiationserfahrungen sind möglich. Prozesse dieser Art dürften vor allem in der Zeit zwischen dem Neumond vom 14.7. und dem Vollmond vom 29.7. laufen. Besonders betroffen sind dabei all jene mit Konstellationen im Bereich von 0 – 8 Grad fix (darunter Israel und Selenski).
Hinweis: In diesem «Kalender» nicht explizit erwähnte Konstellationen wurden entweder in der Deutung berücksichtigt oder werden im «Wochenkalender» von Verena Bachmann auf www.astrodata.com aufgegriffen, wo die laufenden Konstellationen für die jeweils kommende Woche detailliert beschrieben sind.