Astrologie Heute - Weltgeschehen
Das Menschheitshoroskop als Taktgeber der 2020er Jahre

von Claude Weiss

In diesem Artikel schildert Claude Weiss, wie das Menschheitshoroskop eine Erklärung dafür liefert, dass uns die Konstellationen der 2020er Jahre ernsthaft erschüttern und in der Geschichte der Welt als wichtige Zäsur in Erscheinung treten.

Der Artikel beginnt mit der Beschreibung, wie die Saturn-Zyklen Themen ins Spiel bringen, die unsere wahrgenommene Realität tangieren. Dabei zeigt sich eine interessante Symmetrie:

2020 kam es nach der Saturn/Pluto-Konjunktion vom Januar zum Beginn eines neuen 32 – 37-jährigen Saturn/Pluto-Zyklus, der mit Machtkämpfen, grossen Umwälzungen der Weltordnung sowie Schulden und Krediten zu tun hat. Diesem Aspekt folgte im Dezember 2020 die Konjunktion von Jupiter und Saturn in Wassermann, was als Beginn der Luftepoche betrachtet wird und Anfang 2026 jene zwischen Saturn und Neptun, die einen 36-jährigen Saturn/Neptun-Zyklus einläutet, der insbesondere mit Veränderungen in kollektiv verwalteten Ländern wie Russland und die frühere Sowjetunion zu tun hat. So kam es in Russland unter solchen Konjunktionen regelmässig zu einem markanten Regierungswechsel. Berühmt ist dabei der Fall der Mauer anlässlich der letzten Konjunktion 1989.

Sechs Jahre später ereignet sich 2032 eine Saturn/Uranus-Konjunktion, ein Aspekt, der sich alle 45 Jahre ereignet. Diese Planetenkonstellation hatte in der Vergangenheit meist mit einem bedeutsamen Umschwung zu tun. Dies gilt beispielsweise für die Wende im 2. Weltkrieg im Jahre 1942, die mit diesem Aspekt zusammenfiel, aber auch mit den Veränderungen des Jahres 1897, als mit der Entdeckung der Radioaktivität das bisherige Weltbild einer beständigen Materie in sich zusammenfiel, sodass es wenige Jahre später zur Postulierung der Relativitätstheorie kam.

Neben diesen jeweiligen Jahrzehnte-prägenden Saturn-Aspekten gibt es die übergeordneten Jahrhundert-Aspekte, mit dem 112 – 142 Jahre dauernden Uranus/Pluto- und dem 172 Jahre währenden Uranus/Neptun-Zyklus. Der längste aller Zyklen ist jedoch der Neptun/Pluto-Zyklus von beinahe 500 Jahren (genau: 493 Jahre). Dieser grösste aller Zyklen liefert uns mit der Sonnenfinsternis vom 26. April 1892, die bloss vier Tage vor der letzten Neptun/Pluto-Konjunktion stattfand, eine hervorragende Vorlage, um ein Horoskop zu berechnen, welches wir in Astrologie Heute seit dem Beginn der 1990er Jahre nutzen, um nationale und Weltthemen zu beschreiben. Wir haben diesem Horoskop den Namen «Menschheitshoroskop» gegeben.

In diesem Artikel wird beschrieben, wie die kritische Achse des Menschheitshoroskops, die zwischen dem Neumond auf 7 Grad Stier und dem Uranus auf 4 Grad Skorpion verläuft, gegenwärtig durch den laufenden Pluto auf dem Mittelwert dieser Gradzahl im fixen Kreuz aktiviert wird. Seit der progressive Mars des Menschheitshoroskops im Jahre 2020 mit 7.05 Grad Wassermann das minutengenaue Quadrat zum Neumond des Menschheitshoroskops auf 7.05 Grad Stier erreicht hat, ist unsere Welt zu einer anderen geworden. Die dadurch entstehende aggressive Herausforderung manifestierte sich als Erstes in der im gleichen Jahr ausbrechenden Corona-Pandemie und es kam danach, als der progressive Mars auf dieser Stelle von rückläufig auf direktläufig wechselte, sogar zu einer uns Europäer herausfordernden kriegerischen Auslösung. Im Abstand von bloss 1 – 2 Wochen vom Mars-Richtungswechsel, griff Wladimir Putin die Ukraine an und löste damit eine für Europa völlig neue Situation aus. Nach der Methode der sogenannten «konversen Progressionen» kam es dann im Juni 2025 zu einer Mars/Uranus-Konjunktion auf 4 Grad Skorpion, was mit fulminanten Entwicklungen der künstlichen Intelligenz, aber auch der Drohnentechnologie zusammenfiel.

Mit einer Häufung von Langsamläufer-Transiten (Pluto, Chiron, Saturn) Anfang der fixen Zeichen werden auch in den kommenden Jahren die sensiblen Grad von 4 – 7 Grade fix des Menschheitshoroskops aktiviert.


Claude Weiss, beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Astrologie; Herausgeber der Zeitschrift ASTROLOGIE HEUTE; gründete 1978 die Astrodata AG, welche astrologische Textanalysen anbietet; Präsident des Schweizer Astrologenbundes (SAB) von 1987 bis 2018; gefragter Referent an internationalen Kongressen; Bücher: «Die 28 Mondphasen der Geburt», «Warum wir uns inkarnieren», «Horoskopanalyse» Bd. 1 & Bd. 2, «Karmische Horoskopanalyse», Bd. 1 & Bd. 2, Mitautor der Bücher «Pluto – Eros, Dämon und Transformation», «Die Lilith-Fibel», «Wendezeit 2010–2012», «Visionen einer neuen Zeit», E-Mail: Claude Weiss