Astrologie Heute Nr. 243 (Oktober 2026) - Astrologie im Weltgeschehen
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Astrologie Heute Nr. 243
Oktober 2026

Inhaltsverzeichnis
Heft Nr. 243 bestellen
Vincent Van Gogh
Ein Wegbereiter des Expressionismus

von Siegfried Stahlhacke

Was macht einen Menschen zu dem, was er ist – und wie werden innere Anlagen im Laufe eines Lebens zu gelebter Wirklichkeit? Siegfried Stahlhacke nähert sich Vincent van Gogh aus der Perspektive der Kosmopsychologie und liest dessen Lebensweg anhand des Horoskops. Im Zentrum steht dabei das Spannungsfeld zwischen dem «Kosmischen», den ursprünglichen Anlagen des Menschen, und dem «Irdischen», das sich in Bewusstsein, Prägung, Beziehungen und Lebensumständen manifestiert.

Ausgehend von van Goghs Sonne im Widder und den weiteren Konstellationen zeichnet Stahlhacke das Bild einer Persönlichkeit, in der Schöpferkraft, Leidenschaft, Idealismus und eine starke Hinwendung zu Benachteiligten mit innerer Unruhe und konflikthaften Beziehungen verbunden sind. Eine besondere Rolle spielen dabei die Spannungen zwischen Ich und Es, zwischen Anpassung und Selbstverwirklichung sowie zwischen den Erwartungen des familiären Umfelds und dem eigenen Wesenskern.

Der Autor verfolgt diese Dynamik durch van Goghs Kindheit und familiäre Prägung, seine religiöse Suche und die zahlreichen beruflichen Umwege. Vom Kunsthändler über den Lehrer und Prediger führt sein Weg schliesslich zur Malerei. Dabei werden die verschiedenen Stationen seines Lebens mit den Häusern, Zeichen, Planeten und Aspekten seines Horoskops in Beziehung gesetzt. Auch seine künstlerische Entwicklung – von den frühen, dunklen Bauern- und Landschaftsbildern bis zu den leuchtenden Werken der Pariser und Arleser Jahre – erscheint so als Teil eines umfassenderen inneren Entwicklungsprozesses.

Besondere Aufmerksamkeit widmet Stahlhacke den Beziehungen zu seinem Bruder Theo und zu Paul Gauguin sowie van Goghs Krisen und den letzten Lebensjahren. Die astrologische Deutung verbindet dabei biografische Ereignisse mit der Frage, wie sich verborgene Anlagen entfalten, verdrängt werden oder durch bewusste Auseinandersetzung zugänglich werden können.

So entsteht das Porträt eines Künstlers, dessen Lebens- und Schaffensweg weit über die bekannten biografischen Stationen hinausweist. Stahlhacke versteht van Goghs Werk nicht allein als Ausdruck einer aussergewöhnlichen künstlerischen Begabung, sondern als Spiegel eines lebenslangen Ringens um die Verbindung von innerem Wesen, äusserer Wirklichkeit und Selbstwerdung.

Aus dem Inhalt

  • Das Bewusstsein und der Weg zurück
  • Familie, Prägung und Identifikation
  • Der Brückenschlag zwischen ICH und ES
  • Krise und Tod
  • Beruf und Berufung
  • Erste berufliche Schritte
  • Der Weg zur Malerei
  • Arles, Gauguin und die letzten Jahre

Siegfried Stahlhacke, seit 1975 Beschäftigung mit Astrologie. Erste Gehversuche bei Wilhelm Unger, mit Abschluss in Kosmischer Psychologie. Berufliche Stationen als dipl. Sozialarbeiter in Köln, Düsseldorf und St. Blasien, mit sozialen Kurzeinsätzen im Ausland. Seit einigen Jahren im Un-Ruhestand und seit 2025 im DAV.