Beziehungen in der neuen Zeit – Worum geht es?
Wie wir uns in der Vielfalt von Modellen und Möglichkeiten zurechtfinden können
Was braucht eine Beziehung, damit Liebe nicht nur als Gefühl existiert, sondern auch im gemeinsamen Alltag tragfähig wird? Verena Bachmann untersucht die vielfältigen Formen menschlicher Beziehungen aus astrologischer und psychologischer Perspektive und fragt danach, welche Bedingungen es Menschen ermöglichen, ihre Beziehungen gemäss ihrem eigenen Wesen zu gestalten.
Ausgangspunkt ist die Unterscheidung zwischen Liebe und Beziehung: Starke Anziehung und tiefe Gefühle allein garantieren noch keine gelingende Partnerschaft. Beziehungen sind immer auch von kulturellen, gesellschaftlichen und religiösen Vorstellungen, Rollenbildern und dem jeweiligen Zeitgeist geprägt. In der heutigen «Wassermannzeit» eröffnet sich nach Bachmann zunehmend die Möglichkeit, individuelle Beziehungsformen zu entwickeln – vorausgesetzt, die Beteiligten kennen ihre eigenen Bedürfnisse, Grenzen und «Must-haves» ebenso wie jene des Gegenübers.
Ein zentraler Begriff ist dabei die Kompatibilität. In der Synastrie, dem Vergleich zweier Horoskope, zeigen sich sowohl Übereinstimmungen und Resonanzen als auch Spannungen und Konfliktpotenziale. Bachmann beschreibt, wie persönliche Planeten, Hauptachsen und insbesondere Konjunktionen unterschiedliche Dynamiken zwischen Menschen sichtbar machen können. Was traditionell als problematisch galt, kann dabei unter bestimmten Voraussetzungen auch als Entwicklungsimpuls verstanden werden.
Besondere Aufmerksamkeit gilt Venus, Deszendent und siebtem Haus. Sie beschreiben Beziehungsbedürfnisse, Erwartungen, Projektionen und jene Eigenschaften, die wir im Gegenüber suchen oder selbst in eine Beziehung einbringen. Anhand konkreter Beispiele zeigt Bachmann, wie dieselben astrologischen Konstellationen auf unterschiedliche Weise gelebt werden können – von Verbundenheit und Inspiration bis zu Idealisierung, Abhängigkeit oder Konflikt.
Eine Schlüsselrolle kommt schliesslich Saturn zu. Er steht für Strukturen, Grenzen, Regeln und Verantwortung und damit für das «Gefäss», in dem eine Beziehung stattfinden kann. In einer Zeit, in der traditionelle Vorgaben und Rollenbilder zunehmend an Bedeutung verlieren, stellt sich deshalb die Frage neu, wie verbindliche Beziehungen gestaltet werden können, ohne die Individualität der Beteiligten einzuschränken.
Verena Bachmann verbindet astrologische Beziehungsanalyse mit einem Plädoyer für Selbstkenntnis, gegenseitigen Respekt und bewusste Gestaltung. Dabei führt ihr Weg von der Frage nach dem eigenen Wesen über Kompatibilität und Beziehungsdynamik bis zu ganz konkreten Überlegungen darüber, welche Formen des Miteinanders für die Beteiligten tragfähig sein können.
Aus dem Inhalt:
- Liebe und Beziehungen sind nicht dasselbe
- Zeitgeist und kulturelle Vorgaben
- Kompatibilität (Synastrie)
- Konjunktionen im Horoskopvergleich
- Die konkrete Gestaltung einer Beziehung
- Beziehungsarten und ihre astrologischen Entsprechungen
- Persönliche Beziehungen
– Venus
Wer übernimmt die Venus-Rolle (Verbinden, Bezogen-Sein)?
– Der Deszendent (DC) und das siebte Haus
– Die Rolle von Saturn in Beziehungen
- Kasten: Deutung von Venus-Themen im Horoskop
Verena Bachmann, pädagogische Ausbildung; seit 1982 astrologische Beratungspraxis in CH-Zürich; Aus- und Weiterbildung in humanistischer Psychologie (Psychosynthese und Gestaltarbeit); Leiterin der Schule für Erwachsene (SFER); ständige Mitarbeiterin von ASTROLOGIE HEUTE; internationale Vortragstätigkeit; Bücher: «Mondknoten. Lebensweg und Entwicklung im Geburtshoroskop» (2008/2012); «Die Macht des Weiblichen. Astrologische Symbolik im Spiegel des Wandels» (2011); «Visionen einer neuen Zeit» (2010, Mitautorin); «Die Chiron-Fibel. Brückenbauer zwischen Geist und Materie» (2009); «Pluto – Eros, Dämon und Transformation» (1989, Mitautorin); E-Mail: Verena Bachmann